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Erbstreit beim Hausverkauf der verstorbenen Eltern


12.11.2012 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel



Meine Eltern sind beide verstorben. Papa 2009 und Mama 2011
Ich habe eine schwester welche sich aber über die jahre nicht gekümmert hat um unsere eltern. Ich habe beide bis zum tode gepflegt.
Es existiert ein gültiger erbvertrag der mir zu gunsten 70 % und meine schwetser 30 % gilt. Es existiert als Erbmasse ein Haus, welches abbezahlt ist.
Meine schwester erpresst mich und meint, dass wenn ich nicht 50 % /50% in den Hausverkauf einwillige dann unterschreibt sie nicht und ich kann das haus nicht verkaufen. außerdem fordert sie eine aufstellung was zu lebzeiten meiner mama (nach dem toe von Papa) an geld oder sachleistungen an mich geflossen ist und verlangt eine auflistung aller inventargegenstände. denn ich habe ja das haus leer geräumt.
wir haben jetzt einen hauskäufer, ich möchte auch gerne das haus verkaufen, aber zum vereinbarten erbvertragsbezug von 70% und 30%. wenn ich das so durchziehe meint sie, willigt sie nicht ein.
kann sie das? ich brauche rat.
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zwischen Ihnen und Ihrer Schwester besteht eine ungeteilte Erbengemeinschaft, die "auseinandergesetzt" werden muss, wie man es erbrechtlich bezeichnet.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass eine Auseinandersetzung zunächst einmal einvernehmlich vereinbart werden muss. Selbstverständlich können Sie darauf bestehen, dass die Aufteilung, die Ihre Eltern vorgesehen haben ( 70% zu 30 %) auch eingehalten wird.

Sie können aber Ihre Schwester nicht zwingen, den notariellen Kaufvertag zu unterzeichnen.

Für diese Fälle, in denen sich eine Erbengemeinschaft nicht einigen kann, dass eine Immobilie zu bestimmten Bedingungen verkauft und der Erlös verteilt wird, sieht das Gesetz die Möglichkeit der Teilungsversteigerung vor.

Sie könnten also als Miterbin jeder Zeit die Teilungsversteigerung beim Amtsgericht beantragen. Dann wäre der Versteigerungserlös nach den Erbquoten zu verteilt, was notfalls dann auch wieder gerichtlich durchgesetzt werden könnte.

Einea Auskunftsverpflichtung über Inventar oder sonstige Nachlassgegenstände trifft Sie gegenüber Ihrer Schwester nicht. Erben sind zwar gegenüber Pflichtteilsberechtigten ( also bestimmten "Enterbten"), nicht aber gegenüber Miterben auskunftspflichtig.

Es gibt zwar eine Auskunftspflicht des "Erbschaftsbesitzers", aber Sie haben ja keine Nachlassgegenstände mehr in Besitz, wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe.

Sie könnten Ihrer Schwester mitteilen, dass das Haus verkauft und der Kaufpreis zunächst auf ein gemeinschaftliches Erbkonto eingezahlt werden kann. Über die Verteilung können Sie sich dann immer noch streiten. Dann hätten Sie jedoch zumindest schon einmal verkauft und könnten eine Versteigerung vermeiden. Ist Ihre Schwester nicht einsichtig, so bliebe Ihnen hinsichtlich des Hauses nur der Weg der Teilungsversteigerung.

Gern stehe ich Ihnen auch für die weitere Vertretung in dieser Sache zur Seite. Rufen Sie mich gern wegen der weiteren Vorgehensweise und den mit einer Mandatierung verbunden Kosten einmal unverbindlich an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt
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