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Erbschulde


13.09.2017 11:26 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ein Inkassounternehmen forderte schriftlich im August 2012 Schulden eines Verstorbenen beim Hinterbliebenen ein.
Der Erbe hatte allerdings erst durch den Brief des Inkassounternehmens erfahren, dass er sein Vater verstorben sei und ihm Versandhausschulden vermacht hat.
Der Sohn hatte werder regelmäßigen Kontakt noch Kenntnis von Wohnort, Privatleben und Sterbegrund des verstorbenen Vaters. Umgehend wurde beim Nachlassgericht das Erbe ausgeschlagen.

Um die Inkassoforderung hat sich der Erbe dann nicht mehr gekümmert.
Im Jahre 2017, also exakt 5 Jahre später schreibt das Inkassounternehmen wieder eine Forderung und erklärt, dass der Erbe die Ausschlagungsfrist nicht eingehalten hätte und somit verpflichtet wäre die Schulden zu zahlen.

Muss der Erbe auf das Inkassobüro reagieren? Weil wie erwähnt schon vor 5 Jahren das Erbe ausgeschlagen wurde.
13.09.2017 | 12:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Mit wirksamer Ausschlagung der Erbschaft hat sich die Nachlassverbindlichkeit Ihnen gegenüber erledigt. Die Forderung des Versandhauses gegen Sie ist also unbegründet.

Es besteht daher auch keine Notwendigkeit, nochmals auf die Mahnung zu reagieren. Sie können aber die Forderung auch nochmals zurückweisen und darauf hinweisen, dass auf künftige Mahnungen nicht mehr reagiert wird.

Dann müssten Sie nur wieder aktiv werden, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden sollte.

Die Ausschlagungsfrist des § 1944 BGB beginnt ja erst mit Kenntnis vom Erbfall. Ob Sie wirksam ausgeschlagen haben, kann hier allerdings mangels näherer Angaben nicht abschließend beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2017 | 12:30

Die Ausschlagung wurde fristgerecht nach Erhalt der ersten Inkassoforderung und somit der Kenntnisnahme vom Erbe beantragt.

Dennoch kam die Inkassoforderung nicht per Einschreiben und oder Rückschein, auch die zweite Froderung nicht.

Da ich nie auf das Inkasso reagiert habe, könnte ich auch auf anderer Weise vom Erbe bzw. vom Tod erfahren haben.

Sehen Sie das auch so?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2017 | 12:38

Auf welche Weise sie vom Erbfall Kenntnis erlangt haben, spielt eigentlich keine Rolle. Bei wirksamer Ausschlagung besteht gegen Sie keine Forderung.

ANTWORT VON

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