Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.191
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbschaftsanteil


01.12.2014 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Der gesetzlichen Güterstand von Ehen aus der DDR wurde, soweit die Ehegatten nichts abweichendes geregelt haben, in den bundesdeutschen gesetzlichen Güterstand überführt. Vermögensgegenstände, welche im Wege einer Schenkung auf den Todesfall übertragen wurden, sind nicht Nachlassbestandteil.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zwei Fragen zum Erbrecht. Mein Vater ist kürzlich verstorben, er hinterlässt meine Mutter und mich (Tochter). Er hat kein Testament errichtet. Die Ehe meiner Eltern ist zu DDR Zeiten ohne besondere Vereinbarung geschlossen worden. Ich gehe daher davon aus, dass es sich um eine sog. Zugewinngemeinschaft handelt. Meine Eltern hatten ein gemeinsames Haus. Mein Vater und meine Mutter waren im Grundbuch je zur Hälfte eingetragen. Des Weiteren hatte mein Vater ein Girokonto, ein Sparbuch und eine Festgeldanlage. Bei der Festgeldanlage ist meine Mutter als „bezugsberechtigt" eingetragen.


Ich hätte gern gewusst, wieviel mir am Erbe (also den einzeln benannten Positionen) zusteht und ob der Eintrag „bezugsberechtigt" bei der Festgeldanlage einen Einfluss auf meinen Erbanteil hat. Ich gehe davon aus, dass die Festgeldanlage nicht meiner Mutter allein zusteht.


Mit freundlichen Grüßen, die Fragestellerin

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zunächst dürfte Ihre Annahme richtig sein, dass Ihre Eltern im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben. Der gesetzliche Güterstand aus der DDR wurde, sofern die Ehegatten nicht etwas Abweichendes geregelt haben, in den bundesdeutschen gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft überführt. Eine spätere Änderung des Güterstandes in der Bundesrepublik wäre lediglich über einen Ehevertrag machbar gewesen.

Gemäß der §§ 1924, 1931 BGB sind Sie damit neben Ihrer Mutter Miterbin zu 1/2. Dies bedeutet zunächst, dass sie neben Ihrer Mutter einen hälftigen Anteil an der Erbengemeinschaft haben. Ein Miteigentum an den einzelnen Nachlassgegenständen besteht zunächst nicht. Dies entsteht erst, wenn sie und ihre Mutter die Erbengemeinschaft auseinandersetzen und sich dabei über die Aufteilung der Gegenstände einigen.

Bei der Auseinandersetzung steht Ihnen dabei grundsätzlich jeweils die Hälfte an den Gegenständen aus dem Nachlass zu, sprich die Hälfte am Guthaben auf dem Girokonto, an Guthaben auf dem Sparbuch sowie die Hälfte des (wie ich annehme) hälftigen Miteigentumsanteils des Vaters am Haus.

Bezüglich der Festgeldanlage kann ich Ihnen aufgrund ihrer kurzen Informationen nur eine typische Juristenantwort geben: es kommt darauf an. Möglicherweise ist der Vertrag des Vaters mit der Bank, welcher der Anlage zugrunde liegt so ausgestaltet, dass das Guthaben aus der Festgeldanlage als Schenkung bei seinem Tod an die bezugsberechtigte Mutter gehen soll. Sofern dem so wäre hätten sie an der Anlage keinerlei Ansprüche. Dieses Geld wäre dann nicht Teil des Nachlasses, sondern eben als Gegenstand einer sog. Schenkung auf den Tod vollständig an die Mutter auszuzahlen. Verbindliche Auskünfte kann man an der Stelle allerdings erst nach Einsicht in die Unterlagen betreffend die Festgeldanlage geben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57042 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in sehr kurzer Zeit sehr präzise beantwortet. Das hilft mir gewaltig bei der Entscheidung zur weiteren Verfahrensweise. Eine Nachfrage war nicht nötig und ich fühle mich durch die Antwort wirklich sehr gut ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort von Herrn Raab hat mir sehr geholfen! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich hatte den Eindruck, eine sehr persönliche Beratung zu bekommen! Danke vielmals! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat den Sachstand richtig verstand und hat dementsprechend geantwortet und Argumentiert ...
FRAGESTELLER