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Erbschaft USA nach Deutschland


27.09.2017 15:03 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Erbschaft von einem US-Bürger mit Wohnsitz in den USA nach Deutschland zu einem US-Bürger mit Wohnsitz in Deutschland? Wie sieht hier die Besteuerung aus? Habe im Internet gelesen, das somit das Amerikanische Besteuerungssystem eintritt, da der Pass mehr zählt als der Wohnsitz. Somit wäre eine Besteuerung in Deutschland nicht mehr anzuwenden? Der Freibetrag in Amerika liegt bei ca 5 Millionen US-Dollar. Bitte um eine detaillierte Erklärung über die Sachlage.
27.09.2017 | 19:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Der deutschen Erbschaftsteuer unterliegt gem. § 1 (1) Nr. 1 ErbStG der Erwerb von Todes wegen. Die Persönliche Steuerpflicht tritt ein, wenn der Erwerber zur Zeit der Entstehung der Steuer ein Inländer ist, also seinen Wohnsitz im Inland hat (§ 2 (1) Nr. 1 a) ErbStG). Als Erwerb von Todes wegen gilt gemäß § 3 (1) Nr. 1 ErbStG der Erwerb durch Erbanfall (§ 1922 BGB). Die Steuer entsteht bei Erwerben von Todes wegen mit dem Tode des Erblassers (§ 9 (1) Nr. 1 ErbStG. Als steuerpflichtiger Erwerb gilt die Bereicherung des Erwerbers, soweit sie nicht steuerfrei ist (§ 10 (1) S. 1 ErbStG). 
 
Im vorliegenden Fall heißt das, im Zeitpunkt des Todes des Erblassers ist der Erbe auf Grund seines Wohnsitzes in Deutschland Erbschaftsteuerpflichtig. Sollten dieser bisher keine Erbschaftsteuererklärung bei seinem zuständigen Erbschaftsteuerfinanzamt eingereicht haben, rate ich dringend dies umgehend nachzuholen. Andernfalls könnte eine Steuerhinterziehung vorliegen.
 
Hier liegt jedoch eine sogenannte Doppelbesteuerung vor (sowohl die USA als auch Deutschland besteuern ein und dasselbe Ereignis). Die USA haben mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) für die Erbschaftsteuer.  Welcher Artikel des DBA in Ihrem Fall greift, kann aus Ihrer Frage leider nicht genau benannt werden, da die Art und die Lage des vererbten Vermögens evtl. ausschlaggebend sind. Im Prinzip greift hier jedoch Art 11 (3) DBA USA, d.h. die Doppelbesteuerung wird durch Anrechnung der amerikanischen Steuer auf die deutsche Erbschaftssteuer vermieden.

Für weitere Auskünfte, insbesondere Steuerberechnung, sind nähere Angaben notwendig. Sollten Sie diese wünschen stehe ich gerne zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie mich in diesem Fall per Email, ich lasse Ihnen dann eine Vergütungsvereinbarung zukommen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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