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Erbschaft Nicht-Verwandter und Ausschlagung durch diese


12.08.2017 17:20 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,


Meine Mutter vererbt der nicht mit ihr verwandten Nachbarin, die sie gepflegt hat, per Testament das Familienhaus.
Ich habe dementsprechend Anrecht auf den Pflichtteil. Es existieren kein Ehemann, keine anderen Kinder und keine Enkel meiner Mutter.
Wenn die nicht-verwandte Nachbarin nun freiwillig ihr Erbe ausschlägt, wer ist die nächste erbberechtigte Person?
Fällt das komplette Erbe mich?
Oder sind nun die Kinder und Enkel der nicht-verwandten Nachbarin erbberechtigt? Wenn ja, könnten dann diese Nachfahren der Nachbarin das Erbe ausschlagen, so dass ich doch noch das Haus erhalte?

Vielen Dank für Ihre Antwort!
12.08.2017 | 17:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:



Wenn der testamentarisch eingesetzte Erbe ausschlägt, gilt zunächst eine eventuelle Ersatzerbenregelung im Testament. Nur wenn Ihre Mutter für diesen Fall keine Regelung getroffen hat, ist das Testament auszulegen und der vermutliche Wille zu ermitteln.

Die Auslegungsregel des § 2069 BGB sagt, dass (nur) wenn die Abkömmlinge des Ausschlagenden auch gesetzliche Erben wären, sie an die Stelle des Ausschlagenden rücken. Das wäre hier nicht der Fall.

Wenn Ihre Mutter keine andere Regelung trifft, wäre damit zu rechnen, dass die gesetzliche Erbfolge greift und damit Sie erben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


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