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Erbrecht/Pflichtteil


13.12.2004 17:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Mein Onkel hat drei Wochen vor dem Tod meines Großvaters ihm eine Übertragung sämtlicher BAnkguthaben "untergeschoben" (leider nicht nachweisbar) --> Anfechtung würde erfolglos verlaufen. Jedenfalls wurde diese Übertragung der GUthaben im Todesfalle auf meinen Onkel durch meinen Großvater unterschrieben. Kann mein VAter Pflichtteilsansprüche an dem Bankguthaben geltend machen?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst müßte geklärt werden, ob und was für eine Verfügung es sich um die "Überweisung" gehandelt hat.

Dann müßte geklärt werden, ob Ihr Vater nicht selbst Erbe ist. Gibt es ein Testamant oder ähnliches? Wurde Ihr Vater von der Erbfolge ausgeschlossen oder handelt es sich um das gesamte Vermögen.

Nur dann könnte eine Pflichtteilsanspruch (Verjährungsfrist: 3 Jahre) möglich sein.

Der Pflichtteil entspricht in der Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, das der Pflichtteilsberechtigte erben würde. Daher muß zuerst der Erbteil Ihres Vaters festgestellt werden. Wieviele Kinder gibt es insgesamt?

Leider fehlen dies Informationen.

Sollte sich aber ein Pflichteilsanspruch ergeben, so ist dieser nur auf Geld gerichtet.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2004 | 09:38

Vielen DAnk für die rasche Antwort.

Mein Vater ist selbst Erbe. Er wurde nicht enterbt und ein Testament o.ä. gibt es auch nicht. Es gibt nur diesen einen Onkel, also sind es zwei Kinder (Erben) nach meinem Großvater. Pflichtteil also 1/4. Das BAnkguthaben ist im wesentlichen das gesamte Vermögen meines Großvaters. Durch diese Verfügung hat mein Vater kein Erbe erhalten. Ist es dann einer Enterbung gleichzusetzen?

Bei der Übertragung handelt es sich um eine Verfügung unter Lebenden auf den Todesfall. Ist dieses Schuldrecht oder Erbrecht?

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