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Erbrecht / Erbreihenfolge


08.12.2014 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich benötige eine rechtlich verbindliche Auskunft für folgende Familienangelegenheit im Bereich Erbrecht.
Ausgangssituation:
Eltern geschieden, zwei Kinder (Sohn-ich/Tochter)
Sehr guter Kontakt zu meiner Mutter, kein Kontakt mehr zum Vater, kein Kontakt zur Schwester aufgrund langjähriger Streitigkeiten.
Ich (Sohn) ledig mit langjähriger Lebensgefährtin.
Wie ist die Erbreihenfolge wenn ich als eines der zwei Kinder und meine Mutter verstreben?
Wie ist die Erbreihenfolge wenn ich vor meiner Mutter versterbe?
Ziel ist, dass weder mein Vater noch meine Schwester erben, auch keinen Pflichteil!
Welche Möglichkeiten gibt es in Form von einem Testament welches von mir (Sohn) auf meine Lebensgefährtin ausgestellt ist und kann der Pflichtteil an Vater und Schwester durch dieses umgangen werden?
Eine Eheschließung ist zwischen mir und meiner Lebensgefährtin derzeit nicht geplant, oder ist dies die einzige Möglichkeit?
Wie müßte ein Testament formuliert sein, um beide Fälle (versterben Sohn alleine oder Mutter und Sohn zusammen z.B. durch Autounfall) rechtsverbindlich abzusichern, dass weder Vater noch Schwester erben und das Erbe zu 100% auf meine Lebensgefährtin übergeht?
Vielen Dank für Ihre Auskunft!
Mit freundlichen Grüßen
08.12.2014 | 21:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Wie ist die Erbreihenfolge wenn ich als eines der zwei Kinder und meine Mutter versterben?

Wenn Ihre Mutter und Sie gleichzeitig versterben, erben Ihren Nachlaß zu gleichen Teilen Ihr Vater und Ihre Schwester (als Abkömmling Ihrer Mutter).

2. Wie ist die Erbreihenfolge wenn ich vor meiner Mutter versterbe?

Ihren Nachlaß erben Ihre Mutter und Ihr Vater zu gleichen Teilen.

3. Welche Möglichkeiten gibt es in Form von einem Testament welches von mir (Sohn) auf meine Lebensgefährtin ausgestellt ist und kann der Pflichtteil an Vater und Schwester durch dieses umgangen werden?

Sie können Ihre Lebensgefährtin testamentarisch als Erbin einsetzen. Ihre Schwester ist nicht pflichtteilsberechtigt. Den Pflichtteil Ihres Vaters können Sie durch Testament nur unter den Voraussetzungen von § 2333 BGB entziehen, z. B. wenn Ihr Vater sich eines Verbrechens oder eines schweren vorsätzlichen Vergehens gegen Sie oder eine Ihnen nahestehende Personen schuldig gemacht hat, oder wenn er Ihnen gegenüber gesetzliche Unterhaltspflichten böswillig verletzt hat.

4. Eine Eheschließung ist zwischen mir und meiner Lebensgefährtin derzeit nicht geplant, oder ist dies die einzige Möglichkeit?

Wenn die Voraussetzungen für eine Entziehung des Pflichtteils bei Ihrem Vater nicht vorliegen, ist eine Eheschließung die einzige Möglichkeit, den Pflichtteil zu minimieren. Wenn Sie den gesetzlichen Güterstand (Zugewinngemeinschaft) wählen, würde Ihre Ehefrau zu 3/4 erben, Ihre Eltern würden je 1/8 erben. Wenn Sie Ihre Ehefrau testamentarisch als Alleinerbin einsetzen, beträgt der Pflichtteilsanspruch Ihres Vaters lediglich 1/16 (statt 1/4).

Darüber hinaus bringt eine Eheschließung erhebliche Vorteile bei der Erbschaftssteuer.

5. Wie müßte ein Testament formuliert sein, um beide Fälle (versterben Sohn alleine oder Mutter und Sohn zusammen z.B. durch Autounfall) rechtsverbindlich abzusichern, daß weder Vater noch Schwester erben und das Erbe zu 100% auf meine Lebensgefährtin übergeht?

Wie sich aus den vorigen Antworten ergibt, wäre ein solches Testament nur möglich, wenn die Voraussetzungen für eine Pflichtteilsentziehung vorlägen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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