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Erbfolge nach Adoption


| 18.06.2009 09:10 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Wir waren drei Geschwister, ein Bruder verstarb vor einigen Jahren, hinterließ ein Kind. Seine Frau hat wieder geheiratet, das Kind wurde letztes Jahr vom neuen Mann adoptiert. Anfang dieses Jahres starb unser Vater. Das gemeinsame Testament unserer Eltern sieht vor, daß nach dem Tod des Längstlebenden (=Vater) die drei Kinder bzw. in der Folge deren Nachkommen zu gleichen Teilen erben. Ist das Kind des verstorbenen Bruders noch erbberechtigt, oder fällt es aus der Erbfolge heraus, nachdem es von dem neuen Mann adoptiert wurde?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

das Kind ist weiterhin erbberechtigt.

Ihr verstorbener Bruder hatte das Sorgerecht für sein Kind.
Somit ist es trotz der Adoption durch den neuen Ehemann der Mutter weiterhin mit den Verwandten seines leiblichen Vaters verwandt (§ 1756 Abs. 2 BGB für die Minderjährigenadoption). Es gilt weiterhin rechtlich als Abkömmling Ihres Vaters und wäre nach der gesetzlichen Erbfolge erbberechtigt. Auch der von Ihnen wiedergegebene Wortlaut des Testaments spricht dafür, dass es weiterhin erbberechtigt ist: Es bleibt ja trotz der Adoption ein Nachkomme Ihres Bruders.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2009 | 10:38

Erst einmal danke schön für Ihre schnelle Antwort.

Zum besseren Verständnis: Wäre das Kind auch erbberechtigt, wenn im Testament unserer Eltern die Nachkommen von uns Kindern nicht ausdrücklich erwähnt wären?

Meine Frage gründet darauf, daß der "neue Vater" des Kindes die Ansicht äußerte, daß das Kind mit der Adoption und damit neuer Familie rechtlich nicht mehr als mit uns verwandt gelten würde und damit aus der Erbfolge heraus fiele.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.06.2009 | 11:09

Sehr geehrter Fragesteller,

die Ansicht des "neuen" Vaters ist falsch, siehe § 1756 Abs. 2 BGB. Das Kind bleibt in diesem Fall weiterhin auch mit seiner "alten" Familie verwandt.

Das Kind wäre auch dann erbberechtigt, wenn gar kein Testament existieren würde oder im Testament die Nachkommen nicht ausdrücklich erwähnt wären. Da das Kind trotz der Adoption weiterhin mit Ihrem verstorbenen Vater verwandt ist, wäre es sein gesetzlicher Erbe 1. Ordnung. Für ein Testament, in dem nur die Kinder nicht aber deren Nachkommen ausdrücklich erwähnt sind, gilt auch die Auslegungsregel des § 2069 BGB: Fällt ein im Testament bedachter Abkömmling des Erblassers weg, so ist im Zweifel anzunehmen, dass dann stattdessen seine Abkömmlinge insoweit bedacht sind, als sie bei der gesetzlichen Erbfolge nachrücken würden.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 18.06.2009 | 11:14


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