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Erbfolge, wenn Stiefvater zuerst erbt?


| 13.11.2008 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

wie verhält sich folgende Situation?

Bei dem Erbe handelt es sich um ein größeres 1-2 Familienhaus mit größerem Grundstück, das von meinen Großeltern (1950) und von meiner Mutter (Anbau 1968) gebaut wurde. Mein leiblicher Vater hat diesbezüglich keine Ansprüche.
Meine Mutter hat 1981 zum zweiten Mal geheiratet. Es besteht kein gesonderter Ehevertrag.
Für meinen Stiefvater ist dies auch die zweite Ehe, er hat keine eigenen Kinder. Er hat drei Brüder.

Es besteht bis dato kein Testament.
Angenommen, meine Mutter würde vor meinem Stiefvater ableben, wie würde die Erbfolge aussehen?

Würde nach Ableben meiner Mutter zuerst das Erbe geteilt werden zwischen leiblicher Tochter der Mutter und dem Ehemann, oder nur dem Ehemann?
Wie würde es ohne Testament nach dem Ableben des Stiefvaters weitergehen, da er nicht der leibliche Vater ist und seine nächste Verwandschaft die drei Brüder sind?

Vielen Dank im Voraus für ihre Bemühungen.

Mit freundlichem Gruß


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Sehr geehrte Ratsuchende,

liegen weder Testament noch eine Erbvertrag vor, gilt die gesetzliche Erbfolge. Nach Ihrer Schilderung leben die Mutter und Ihr Stiefvater im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. In diesem Fall erben die leibliche Tochter und der Stiefvater beim Tod der Mutter jeweils zur Hälfte; § 1931 Abs. 1 S. 1 BGB und § 1371 Abs. 1 BGB. Der Stiefvater erhält zudem den Voraus, soweit er diesen zur Führung eines angemessenen Haushalts benötigt; § 1932 Abs. 1 S 1. und S. 2 BGB.

Verstirbt danach der Stiefvater ohne Testament oder Erbvertrag fällt sein Nachlass seinen Brüdern zu gleichen Teilen zu; § 1925 Abs. 3 BGB. Die Tochter der Mutter wird in diesem Fall nicht gesetzlicher Erbe des Stiefvaters, da Sie nicht dessen Abkömmling ist oder adoptiert wurde. Hinsichtlich des Hauses liegt dann eine Erbengemeinschaft mit 3/6 bei der Tochter und je 1/6 bei den Brüdern des Stiefvaters vor.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2008 | 13:22

Sehr geehrter Herr RA Kaussen,

vielen Dank für die schnelle und vor allem sehr hilfreiche Antwort!

Mit einem Satz habe ich jedoch ein Problem. Können Sie mir den noch kurz etwas genauer erläutern?

"Der Stiefvater erhält zudem den Voraus, soweit er diesen zur Führung eines angemessenen Haushalts benötigt; § 1932 Abs. 1 S 1. und S. 2 BGB."

Meinen Sie mit Voraus, dass zur Führung eines angemessenen Haushalts er erst als Alleinerbe in Frage kommt?

Bargeld ist nicht viel vorhanden.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2008 | 14:26

Nein, der Stiefvater wird nicht Alleinerbe. Der Voraus beinhaltet die Haushaltsgegenstände und die Hochzeitsgeschenke. Welche Gegenstände darunter fallen und was angemessen im Sinne der Vorschrift ist, muss im Einzelfall beurteilt werden.

Mit freundlichem Gruß

Bewertung des Fragestellers 13.11.2008 | 16:47


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"Vielen Dank, mir wurde damit sehr geholfen! Bezügl. der Nachfrage noch ein Kommentar: Habe es voll und ganz verstanden, der sogenannte Groschen ist gefallen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg, werde mich gerne wieder an Sie wenden.
Mit freundlichem Gruß

"
FRAGESTELLER 13.11.2008 5/5.0
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