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Erbfall - Sicherstellen der Erbmasse


29.11.2004 22:21 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Folgender Fall:
Ich bin 2x geschieden und habe aus 1. Ehe zwei Kinder K1 und K2, aus 2. Ehe ein Kind K3, alle sind volljährig. Keine weiteren Erben. Im Testament habe ich K3 als Alleinerben eingestetzt, es erhält die Eigentumswohnung. K1 und K2 erhalten die Pflichtteile. Die Erbmasse besteht aus einer Eigentumswohnung und genügend Barschaft, um die Pflichtteile zu befriedigen.

Die Mutter von K1 und K2, sowie K1 und K2 fühlen sich mental und unbeschadet der Rechtslage berechtigt die Eigentumswohnung in Besitz zunehmen, die Mutter möchte sie bewohnen. Sie wird im Falle meines Ablebens als Erste noch vor K3 von meinem Tode Nachricht erhalten, da meine Schwester im gleichen Hause wohnt und sich noch vor meinen Interessen der Mutter von K1 und K2 verpflichtet fühlt.

Ich rechne daher damit, dass die Mutter von K1 und K2 mit Hilfe meiner Schwester, die einen Schlüssel zu meiner Wohnung schon aus Gefahrenabwehrgründen ( Wasserschaden etc.) besitzt, die Wohnung betritt und Dokumente und Einrichtungsgegenstände für K1 und K2 handelnd entfernt und im Extremfall sogar spontan einzieht.

Frage:
Welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich, das unmittelbare und vom Zufall je nach Kenntnisgabe meines Ablebens abhängige Betreten und "Berauben" meiner Wohnung durch einige der Erben oder ihrer vermeintlichen Vertreter solange zu verhindern, bis ein Testamentsvollstrecker die Dinge geordnet regelt?

Ich denke, dass der Fall oft vorkommt, denn die Lebenserfahrung zeigt, dass nach dem Tode des Erblassers häufig ein vom Zufall abhängiger "run" auf dessen Wohnsitz eintritt. Hoffentlich können Sie eine praktikable Lösung aufzeigen.
Sehr geehrter Anfragender,

da Sie nicht in der Lage sind, das faktische Handeln etwaiger Hinterbliebener mit Sicherheit zu stoppen, sollten Sie zumindest dafür sorgen, dass im Ergebnis Ihr Erbe, K3, seine Rechte durchsetzen kann.

Hierzu empfehle ich Ihnen, Kopien der werthaltigen Dokumente zu fertigen. Ferner sollten Sie eine Aufstellung über das Inventar aufstellen und am besten noch durch Fotos dokumentieren.

Falls tatsächlich ein unberechtigter Dritter sich in den Besitz von Mobilien bringen sollte, könnte K3 so zumindest beweisen, dass diese vorhanden waren. Wenn zusätzlich die Gegenstände aufzufinden sind, könnten Herausgabeansprüche durchgesetzt werden.

Das K1 und K2 oder deren Mutter die Wohnung beziehen, halte ich nicht für eine ernstzunehmende Gefahr.

Um einen unberechtigten Zugriff Dritter zumindest zu erschweren, sollten Sie die Wohnung ähnlich sichern, wie es sich gegen einen "normalen" Diebstahl empfiehlt. Insbesondere sollten Sie überlegen, wem Sie einen Schlüssel geben.

Auch könnten Sie z.B. durch eine immer mitgeführte Nachricht (z.B. in Ihrer Börse?) angeben, wer im Falle Ihres Todes oder eines Unfalls zu benachrichtigen ist. So könnten Sie versuchen sicherzustellen, dass K3 unverzüglich informiert wird.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
Rechtsanwalt -
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