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Erben verkaufen bebautes Grundstück - Spekulationsfrist


| 09.12.2010 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Guten Tag,
im Jahre 1910 kaufte mein Urgroßvater ein Mehrfamilienhaus. Das Eigentum an diesem Haus ist stets in der Familie per Erbschaft bzw. Schenkung von Generation zu Generation weitergegeben worden bis zur jetzigen Erbengemeinschaft, die seit 2004 besteht. Das Haus soll nun von uns frei verkauft werden.
Muss der jeweils anteilige des Kaufpreises, den die Mitglieder der Erbengemeinschaft erhalten, versteuert werden und wenn ja, in welcher Höhe?
Gilt die Spekulationsfrist überhaupt?
Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Nein, Sie müssten einen etwaigen Gewinn aus der Veräußerung des Grundstücks nicht versteuern. Die Voraussetzungen für ein sog. privates Veräußerungsgeschäft liegen nicht vor. Das wären nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG

„Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken […], bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt."

Der Begriff der „Anschaffung" würde aber den ENTGELTLICHEN Erwerb des Grundstücks voraussetzen. Grundlage für einen solchen entgeltlichen Erwerb kann z. B. ein Kauf oder ein Tausch sein.

Ihre Erbengemeinschaft hat das Grundstück aber nicht entgeltlich, sondern unentgeltlich – durch Erbschaft – erworben. Anders würde sich die Rechtslage bspw. darstellen, wenn die Erbengemeinschaft Geld geerbt hätte, mit dem das Grundstück dann gekauft („angeschafft") worden wäre. Davon gehe ich aber nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht aus.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ausreichenden Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben, und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

_________
Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.
Bewertung des Fragestellers 09.12.2010 | 18:54


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