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Erben bei Zugewinngemeinschaft


| 27.07.2017 19:46 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einer Entscheidung zum Verkauf eines geerbten Hauses stellt sich folgende Frage:

Mein Ehemann und ich leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft.
Vor drei Jahren haben mein Bruder und ich von unserem Vater ein Mehrfamilienhaus geerbt.
Dieses soll nun verkauft werden.

Mein Mann ist seit über 15 Jahren schwer pflegebedürftig. Er ist deutlich älter und hat aus erster Ehe bereits zwei erwachsene Kinder (in meinem Alter über 50), die natürlich einen Teil erben, von unserem gemeinsamen (!) Vermögen.

Dieser Anteil des zu verkaufenden Hauses (Erbschaft meines Vaters) sollte für mich zur Altersvorsorge dienen, da ich auch durch die Pflege nur Teilzeit arbeite.

Mein Mann vermacht mir als alleiniger Vorerbin sein Vermögen, Nacherben sind seine Kinder.
Die nacherbschaft tritt mit meinem Tode ein.

Die Fragegestellung lautet nun:
Im Falle des Ablebens meines Mannes, haben seine Kinder durch die Zugewinngemeinschaft einen Anspruch auf den Teil den ich von meinem Vater geerbt habe?
Das würde mein Mann und auch ich nicht wollen.
Wenn ja gibt es eine Möglichkeit es zu heilen?

Ich hoffe verständlich formuliert zu haben.
Vorab schon einmal Danke für die Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
27.07.2017 | 20:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Grundsätzlich ist die Einsetzung eines Vorerben und eines Nacherben möglich (§ 2100

Das hat aber mit dem Güterstand nichts zu tun.

2.
Entgegen Ihrer Annahme ist bei der Zugewinngemeinschaft das Vermögen beider Ehegatten NICHT automatisch gemeinsames Vermögen, sondern jeder Ehegatte behält sein Vermögen.

§ 1363 Abs 2 BGB:
"Das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau werden nicht gemeinsames Vermögen der Ehegatten; dies gilt auch für Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt. Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, wird jedoch ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet."

Es ist das Anfangsvermögen (§ 1374 BGB) und das Endvermögen jeden Ehegatten zu ermitteln
Dabei wird Vermögen, das ein Ehegatte nach Eintritt des Gütestandes von Todes wegen erwirbt, dem ANFANGSVERMÖGEN hinzugerechnet (§ 1374 Abs. 2 BGB).

Das Vermögen, das Sie geerbt haben, zählt also zu Ihrem ANFANGSVERMÖGEN.

3.
Nach dem Tod Ihres Ehemanes sind dessen Kinder nur gesetzliche Erben Ihres Ehemannes, sie erben damit aber nicht auch Anteile Ihres Vermögens, das eben kein gemeinsames Vermögen ist.

Insoweit besteht keinerlei Bedarf, vorsorgend tätig zu werden

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2017 | 21:04

Herzlichen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort!
Ich vermute es ist dann auch egal ob das Grundvermögen verkauft und in Barvermögen verwandelt wird?

Ihnen einen angehen Abend!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2017 | 21:20

Ja, es ist egal, ob das Grundvermögen verkauft wird und in Barvermögen verwandelt wird.

Vielen Dank für die positive Bewertung!

Bewertung des Fragestellers 27.07.2017 | 21:09


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.07.2017
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Eine schnelle und fundierte Anwort! Herzlichen Dank!!


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