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Erbe berechnen nach Testamentsauszug


31.12.2012 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Vater schon vor 25 Jahre gestorben – Sohn A und B haben aus dem Todesfall damals kein Erbe erhalten/beansprucht. Nun gibt ein notarielles Testament des Längerlebenden (Mutter) mit folgendem Inhalt
---------
II. Erbrechtliche Verfügungen
1. Erbeinsetzung
die Söhne A und B sind zu alleinigen und ausschließlichen Erben zu unter sich gleichen Stammteilen eingesetzt.
2. Teilungsanordnung
a) Sohn B erhält zum Alleineigentum das Hausanwesen (mit Adresse genannt). Evtl. im Grundbuch eingetragene Belastungen sind zu übernehmen (Wert ca. 500 000 €)
b) Für die Auseinandersetzung und Zuweisung der von mir nicht vorstehend durch Teilungsanordnung betroffenen Gegenstände gelten die gesetzlichen Vorschriften.
c) Erhält Sohn B mehr als seinem Erbteil, so hat Ausgleich zu erfolgen.
3. Vorausvermächtnis für Sohn B
Sohn B vermache ich als Vorausvermächtnis, also ohne Anrechnung auf den Erbteil, einen Geldbetrag von 56.000 €, weil Sohn A von mir einen Betrag von 45 000 € geschenkt bekommt hat ohne eine Ausgleichung anzuordnen und Sohn B Aufwendungen in meinem Grundbesitz von 5 000 € und 6 000 € getätigt hat. (mittlerweile nochmals 3 000 € zusätzlich).
4. Vermächtnis zugunsten meiner Enkel
Meinen Erben beschwere ich mit folgendem Vermächtnis zugunsten meiner Enkel C, D, E.
Jedes meiner Enkelkinder erhält 3,33 % meines zum Zeitpunkt meines Todes vorhandenen Bargeldes einschließlich des Guthabens auf Bankkonten und Wertpapiere. (Wert ca. 162 000 €).
V. Grabpflege
Ich wünsche, dass meine Schwiegertochter F für meine Grabpflege sorgt. Sie hat mein Grab auf die Dauer der ortsüblichen Liegezeit zu pflegen und zu schmücken. Sie erhält hierfür einen Betrag von 5 % meines zum Zeitpunkt meines Todes vorhandenen Bargeldes einschließlich des Guthabens auf Bankkonten und Wertpapiere. Die Aufwendungen für Grabstein und Blumenschmuck sollen aus meinem Nachlass genommen werden. (Aufwendungen hierfür ca. 6 000 €)
-----------
Meine Fragen:
1) Wie werden die jeweiligen Anteile berechnet – Wer (A-F) bekommt was und wie viel bzw. muss Ausgleich gezahlt werden? – Spielt vielleicht auch ein inflationärer Ausgleich bei dem Vorauserbe eine Rolle?
2) Sohn B soll weiteres Schriftstück/ Vertrag unterzeichnen, wonach er 100.000 € als Summe erhalten hat und auszugleichen hat. Welche Auswirkungen hat dies auf die Anteile der Erben?
3) Der unterstrichene Satz unter Vermächtnisse Enkel: Wer ist oder sind „Meinen Erben.." Ist das Sohn B oder beide Söhne?

31.12.2012 | 12:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Aufgrund Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass die Mutter von A und B noch lebt. Dies vorausgeschickt zu ihren Fragen:

1) Wie werden die jeweiligen Anteile berechnet – Wer (A-F) bekommt was und wie viel bzw. muss Ausgleich gezahlt werden? – Spielt vielleicht auch ein inflationärer Ausgleich bei dem Vorauserbe eine Rolle?

Die Söhne A und B sind zu Miterben zu gleichen Anteilen, also zu je 1/2 eingesetzt.

In der Teilungsanordnung ist für die Erbauseinandersetzung zwischen A und B angeordnet, dass B das Hausanwesen erhalten soll, wegen des restlichen Nachlasses die gesetzlichen Vorschriften gelten sollen und für den Fall, dass B (wertmäßig) mehr erhält als seinen Erbteil, ein Ausgleich zu erfolgen hat.
Über die Verteilung des Nachlasses außer dem Hausanwesen müssen sich die Miterben einigen.

Wie hoch der von B zu erbingende Ausgleich sein wird, wird erst im Erbfall beurteilt werden können. Die Höhe des Ausgleichs hängt davon ab, welchen Wert das Hausanwesen zuz Zeitpunkt des Erbfalls hat und wie der Wert des restlichen Nachlasses ist.

Einen Inflationsausgleich für Vorausvermächtnisse gibt es leider nicht.

2) Sohn B soll weiteres Schriftstück/ Vertrag unterzeichnen, wonach er 100.000 € als Summe erhalten hat und auszugleichen hat. Welche Auswirkungen hat dies auf die Anteile der Erben?

Wenn Sohn B weitere 100.000,-- € auszugleichen hat, ist dies bei 2 Miterben die Hälfte, also 50.000,-- €.

3) Der unterstrichene Satz unter Vermächtnisse Enkel: Wer ist oder sind „Meinen Erben.." Ist das Sohn B oder beide Söhne?

Die Formulierung "Meinen Erben" ist bei zwei Erben unklar.

Wenn aber nicht ausdrücklich einer der Miterben genannt ist, wird das Testament nach meiner ersten Einschätzung so auszulegen sein, dass BEIDE Erben mit dem Vermächtnis beschwert sind.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 31.12.2012 | 13:21

Sie haben recht, Mutter lebt noch.
Eigentlich dachte ich, mit den angegebenen Wertangaben die derzeitigen Anteile aus dem Erbe zum jetzigen Zeitpunkt zu erhalten z. B Gesamterbe 662 000 € (ohne Haushalt) A erhält, B erhält, C-E erhalten aus 162 000 € abzüglich ... 3,35 %,F erhält..., Vorauserbe (Geldbetrag) mindert Gesamterbe / Bargeldbetrag vermindert-bleibt gleich,...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2012 | 14:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Auf der Grundlage der mitgeteilten Zahlen ergibt sich derzeit folgende -fiktive- Berechnung:

Zunächst sind die Vermächtnisse zu befriedigen, nämlich:
Sohn B 56.000,-- €
Enkel je 3,33 %
aus 162.000 =5.394,60 x 3 16.183,80 €
Schwiegertochter 5 % aus 162.000 € 8.100,-- €
___________
Summe Vermächtnisse 80.283,80 €

Es besteht dann folgende zu teilende Nachlass:

Hausanwesen 500.000,-- €
restl. Guthaben
(162.000-80.283,80) 81.716,20 €
____________
zu verteilender Nachlass 581.716,20 €

Anteile je 1/2 290.858,10 €

Für die Erbauseindersetzung ergibt daraus folgendes:

B erhält mit dem Hausanwesen 500.000,-- €
Wert seines Erbteils nur 290.858,10 €
____________
B erhält also 209.141,90 €

mehr als den Wert seines Erbteils.

B muss daher A aus dem Nachlass die restlichen 81.716,20 € überlassen und noch ZUSÄTZLICH 127.425,70 € ausgleichen.

Ich weise aber nochmals darauf hin, dass dies eine rein fiktive Berechnung ist und die Zahlen sich bie zum Eintritt des Erbfalls ändern können.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

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