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Erbe ausgeschlagen, Auto steht immer noch hier...


| 04.12.2013 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen



Hallo,
Anfang April verstarb mein Vater.
Das Erbe wurde von allen möglichen Erben ausgeschlagen, da es vermutlich überschuldet war, oder gegen 0 geht.
Alles war sehr unübersichtlich, da es viele kleinere Versicherungen und Kredite gab.
Nun gab es auch niemanden von den Gläubigern, der sich wirklich darum gekümmert hätte, sein Geld zu bekommen, bzw etwas aus seinem Nachlass.
Es gab auch keinerlei Wertgegenstände, die Wohnung war ziemlich heruntergekommen.
Einzig und allein ein paar neuwertige Gartenmäher und sein Auto wäre verwertbar gewesen.
Leider habe ich mich durch meine Unwissenheit überreden lassen, diese Geräte und das Auto inkl. Papiere hier auf meinem Grundstück abstellen zu lassen. Das Amtsgericht wurde informiert, daß die Dinge bei mir sind und ich bitte informiert werden möchte, was weiterhin damit geschieht.
Es wurde einmal nachgefragt, welcher Wert zu erwarten sei. Die Rasenmäher interessierten gar niemanden und das Auto ist ein elender Spritfresser und trotz geringer Kilometerleistung in erbärmlichsten Zustand (zahlreiche äussere Beschädigungen, innen Schimmel und Tierkot bzw Tierhaare) ... Seitdem geschieht gar nichts mehr!!!
Das Amtsgericht Altötting schmettert weitere Nachfragen ab und beharrt darauf, dafür nicht mehr zuständig zu sein, da das alles nun Sache des Freistaat Bayern sei. Nun steht das ganze Zeug hier schon ewig herum und ich kann es weder verwenden noch verkaufen. Es wird ja dadurch auch nicht besser!
Gibt es eine Verjährung oder ähnliches? Kann ich das Auto herrichten lassen und verwenden, da ja der Brief auch bei mir liegt, oder kann man verlangen, daß die Sachen "freigegeben" werden?
VG; MW

Einsatz editiert am 04.12.2013 15:03:59

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst möchte ich Ihnen noch mein Beileid zum Versterben Ihres Vaters aussprechen.

Die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung geht leider nicht hervor, ob bereits ein sog. Feststellungsbeschluss ergangen ist. Dieser ergeht durch das Nachlassgericht und stellt fest, dass das Erbe auf den Staat übergegangen ist. Erst wenn der Feststellungsbeschluss zugunsten des Fiskus ergangen ist, wird der Nachlass abgewickelt. Möglicherweise ist dies noch nicht erfolgt.

Sofern ein Feststellungsbeschluss noch nicht ergangen ist, können Sie beim Amtsgericht einen Antrag auf Einrichtung einer Nachlasspflegschaft stellen. Dann wird ein Nachlasspfleger für die Zeit eingesetzt, bis zu der der Feststellungsbeschluss ergeht. Dieser kann dann die Inbesitznahme des Nachlasses vornehmen und die Sachen abholen.

In dem Antrag schildern Sie kurz den Sachverhalt (Tod des Eigentümers, Ausschlagung aller Erben etc.) und beantragen die Bestellung eines Nachlasspflegers. Hierbei ist es sinnvoll, wenn Sie Gründe angeben können, warum die Gegenstände nicht mehr bei Ihnen verbleiben können.

Sollte der Feststellungsbeschluss bereits ergangen sein, ist dann der Freistaat Bayern zuständig uns Sie müssten dort nachfragen, wann der Nachlass in Besitz genommen wird.

Sie selbst dürfen die Sachen weder nutzen noch wegwerfen. Andernfalls werden Sie mit einer Strafanzeige rechnen müssen.

Eine Verjährung gibt es insoweit nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Weise, Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 06.12.2013 | 14:17


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