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Erbausschlagung - wer erbt jetzt?


08.10.2004 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Der Vater ist gerade verstorben; es liegt kein Testament vor. Lt. gesetzl. Erbfolge erbt die Mutter 1/2 des Erbes, die beiden Töchter je 1/4. Die beiden Töchter haben keine Nachkommen; eine der beiden Töchter ist verheiratet und hat ihren Mann lt. Erbvertrag als Alleinerben eingesetzt. Die andere Tochter hat kein Testament gemacht. Der verstorbene Vater hatte einen Halbbruder (gemeinsamer Vater)und eine Halbschwester (gemeinsame Mutter), die noch leben. Außerdem lebt seine leibliche Mutter noch.

Können eine oder beide Töchter das Erbe ausschlagen, damit die Mutter deren Anteil übernehmen kann, so daß sie 3/4 bzw. das ganze Erbe erhält? Dies ist letztlich das Ziel.
Können die Töchter bei späterem Tod der Mutter das Erbe dann vollständig antreten?

Oder erben -wenn die Töchter ausschlagen- deren Erben? Also bei der Tochter mit Erbvertrag der Ehemann, der widerum ausschlagen würde, so daß seine Alleinerbin, nämlich wieder seine Ehefrau (die eine Tochter) erben würde?
Und bei der Tochter ohne Testament, ihre gesetzl. Erben, also wieder die Schwester und die Mutter?

Oder erben bei Ausschlagung durch die Töchter, die -aus Sicht des verstorbenen Vaters- Erben der 2. Ordnung, nämlich seine Halbgeschwister und seine leibliche Mutter den ausgeschlagenen Teil? Dies soll auf jeden Fall vehindert werden aufgrund von Vorkommnissen in der Vergangenheit.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
08.10.2004 | 16:28

Antwort

von


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Rechtsanwaltskanzlei Filler
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37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

Im Falle der Erbausschlagung fällt die Erbschaft demjenigen an, welcher berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte.
Das bedeutet für den Fall:
1. die verheiratete Tochter schlägt aus:
Die Mutter erbt zu ½ , die Tochter zu ½
2. Die nicht verheiratete Tochter schlägt aus:
Die Mutter erbt zu ½, die verheiratete Tochter zu ½
3. Beide Töchter schlagen aus:
Die Mutter erbt zu ¾, die Mutter des Vaters erbt zu 1/8, die Kinder des vaters des Vaters erben zu insgesamt auch 1/8.

Die Erbauschlagung ist daher nicht das geeignete Mittel, der Mutter das gesamte Erbe zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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