Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
142.060 Fragen, 59.692 Anwaltsbewertungen
450.916
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 7 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbauseinandersetzung: Wie kann man eine Zwangsversteigerung verhindern?


| 12.12.2004 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,

die Mutter meines Mannes ist 1997 verstorben und hat in Ihrem Testament ihr Haus meinem Mann vermacht, ihr Bargeld den restlichen 4 Geschwistern.
Der Vater war bereits 7 Jahre vorher gestorben und hatte kein Testament hinterlassen. Es wurden nach seinem Tod keine Änderungen im Grundbuch vorgenommen, er steht bis heute noch mit 1/2 im Grundbuch. Das Amtsgericht in Hainichen eröffnete das Testament der Mutter im Beisein aller 5 Kinder. Das Erbe wurde in einer "Niederschrift" des Amtsgerichts entsprechend verteilt , mit dem Hinweis: "Die Berichtigung des Grundbuches wird heute nicht beantragt." Ebenso ist ein Wortlaut:
"Nach Belehrung gemäß § 156 StGB wird an Eides Statt versichert, daß nichts bekannt ist, was der Richtigkeit folgender Angaben entgegensteht:
Eine weitere Verfügung von Todes wegen ist nicht vorhanden. Weitere Personen, durch welche die festgestellte Erbfolge ausgeschlo9ssen oder geschmälert würde, sind und waren nicht vorhanden.
Ein Rechtsstreit über das Erbrecht ist nicht anhängig."

Alle Geschwister haben unterzeichnet. Die 4 anderen haben sich das Geld geteilt und mein Mann lebte weiterhin in dem Haus, hat es aber versäumt, die Grundbuchänderung zu seinem Gunsten vornehmen zu lassen. Nun wollen die 4 der Korrektur im Grundbuch nicht zustimmen , sie wollen noch ihren gesetzlichen Erbanteil vom Vater, sprich dreiviertel der Hälfte des Vaters , aufgeteilt auf 5 Kinder.(DDR Erbrecht) Das Geld soll mein Mann jetzt bezahlen.
Frage: Ist die Unterschrift vor dem Amtsgericht denn nichts Wert?
Mein Mann wäre ja sogar bereit etwas zu zahlen, sie verlangen jedoch das Doppelte.
Wie kann man eine Zwangsversteigerung verhindern?
Mein Mann möchte das Haus auf jeden Fall behalten.

Guten Abend,

das ist wirklich eine mißliche Situation, in der sich Ihr Mann befindet.

Sie müssen bei der Beurteilung der Erbanteile die beiden Erbfälle, nämlich den des Vaters und den der Mutter auseinanderhalten. Vorausgesetzt, es gab kein Testament, werden die Kinder / Ehefrau wie von Ihnen angegeben gesetzliche Erben des Hausanteils des Vaters.

Bei Tod der Mutter wird dann natürlich auch nur deren Erbanteil, also ebenfalls nur die Hälfte des Hauses Gegenstand der Auseinandersetzung. Nur darauf haben sich die vor dem Grundbuchamt bzw. Nachlaßgericht abgegebenen Erklärungen bezogen. Der Inhalt des Grundbuches ist hierbei nicht entscheidend. Die Erbengemeinschaft nach dem Vater ist dann noch nicht auseinandergesetzt, was bedeutet, daß jedes Geschwisterteil die Auseinandersetzung verlangen kann.

In dieser Situation bleibt häufig nur der Verkauf oder, sofern keine Einigung erzielt wird, die Versteigerung des Grundbesitzes. Ich kann Ihnen nur raten, den anderen Erben deutlich zu machen, daß bei einer Versteigerung alle verlieren, da das Haus erfahrungsgemäß zu einem sehr viel geringeren Preis verloren geht. Sinnvoll ist es häufig, über einen Sachverständigen den tatsächlichen Wert des Hauses zu ermitteln. Vielleicht gelingt es Ihrem Mann dann, über eine vernünftige Zahlungsvereinbarung auch das Haus halten zu können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2004 | 20:20

Guten Abend Herr Weiß,

vielen Dank noch mal für Ihre rasche Antwort!
Da mein Mann ja bereits das Grundstück besitzt, nicht jedoch das Haus, kommen Fragen zu einer eventuell bevorstehenden Zwangsversteigerung auf:
In der ersten Abteilung ist mein Mann als Eigentümer eingetragen.
In der zweiten Abteilung steht bei Lasten und Beschränkungen:
"Dingliches Nutzungsrecht an Flur xy für den jeweiligen Gebäudeeigentümer unter Bezugnahme auf das Gebäudegrundbuch Blatt xy; zugewiesen am.....; eingetragen am.... und von Blatt 1 hierher übertragenam...
Bei Neufassung der Abteilung eingetragen am..."
Dann unter "Veränderungen":
"Widerspruch gegen die Eintragung des Nutzungsrechts zugunsten des jeweiligen Gebäudeeigemtümersvon Flurst. xy; gemäß § 11 GGV von Amts wegen eingetragen am...."

Wie ist das zu verstehen?

Im Falle einer gerichtilchen Auseinandersetzung: Könnten Sie uns da vertreten? Es geht um ein Gebäude im Kreis Mittweida in Sachsen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2004 | 06:56

Guten Morgen,

entschuldigen Sie bitte, daß ich mich erst jetzt melde, da ich gestern den ganzen Tage ortsabwesend war.

Ihre Nachfrage kann ich leider ohne genaue Kenntnisse des Grundbuchinhaltes nicht beantworten. Ich schlage vor, daß Sie mir einen aktuellen Grundbuchauszug per Telefax oder per Post übermitteln und wir dann einmal telefonieren.

Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung kann ich Sie gerne vertreten. Da ich ohnehin bundesweit tätig bin, ist die Entfernung kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Weiß

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank Herr Weiß, für Ihre rasche Antwort!
Das hilft uns bei unserem weiteren Vorgehen weiter."
Mehr Bewertungen von »