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Elternunterhalt - Ferienwohnung veräußern


17.12.2014 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Können Sie mir bei der Frage helfen:

Inwiefern wird die gemeinsame Ferienwohnung (Ehefrau +Ehemann) für den Elternunterhalt, den die Ehefrau aufbringen muss, herangezogen?

Folgende Situation:
Ich gehe davon aus, dass mein Vater in ein Pflegeheim kommen wird und ich (Ehefrau) als einzige Tochter für Unterhalt zahlen muss. Das Pflegeheim wird ca. 3000 Euro Netto kosten. Ersparnisse meines Vaters sind nicht vorhanden. Die Rente ist sehr gering.

Wir besitzen ein selbst bewohntes schuldenfreies Eigenheim.
Unser Kind ist bereits volljährig und wohnt nicht mehr zuhause.
Als Altersvorsorge besitzen wir eine Immobilie aus der folgende Einnahmen hervorgehen:
1500 Mieteinnahme Ehefrau (monatlich)
1500 Mannnahmen Ehemann (monatlich)
+ 2000 nicht selbständige Arbeit Ehemann (monatlich)

Sonstiges Sparvermögen ist nicht vorhanden.

Wir (Ehemann + Ehefrau) besitzen eine Ferienwohnung im Wert von ca. 60.0000 Euro, die
wir nicht vermieten. Wir nutzen die Wohnung speziell für meinen Mann, da dieser an Arthrose und Rheuma leidet.

Inwiefern wird die gemeinsame Ferienwohnung (Ehefrau +Ehemann) für den Elternunterhalt, den die Ehefrau aufbringen muss, herangezogen?

Einsatz editiert am 18.12.2014 10:22:50
Sehr geehrte Ratsuchende,

der Schutz, dem Ihr Eigenheim unterliegt, greift nicht unbedingt auch bei der Ferienwohnung.

Eine Ferienwohnung, die wie nach Ihrer Darlegung im Miteigentum beider Ehegatten steht, zählt in der Regel zu einem Luxusobjekt, das zu berücksichtigen ist. Das gilt allerdings nur für den auf Sie entfallenden Miteigentumsanteil; das Vermögen des Ehemannes bleibt unberücksichtigt.

Hier wir man aber damit argumentieren können, dass die Wohnung für Ihren Mann benötigt wird. Unter Billigkeitserwägungen könnte die Wohnung dann unberücksichtigt bleiben.

Darüberhinaus werden Sie auch damit argumentieren können, dass die Freienwohnung Altersvorsorge darstellt. Ihnen ist zuzugestehen, dass Ihnen ein Vermögen verbleiben kann, dass der Altersvorsorge zuzurechnen ist. Die Höhe des Betrages wäre individuell zu ermitteln. Sie richtet sich unter anderem auchn nach Ihren Berufsjahren.

Es könnte hier damit argumentiert werden, dass der Wert der Wohnung, der auf Ihren Miteigentumsanteil entfällt, als geschützes Vermögen anzusehen ist.

Vorbehaltlich einer individuellen Prüfung kann Ihr Anteil geschützt sein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg
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