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Elitepartner droht mit Inkassounternehmen


01.06.2010 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Belgardt


| in unter 2 Stunden

Hallo, ich habe im Januar eine 3-monatige Premiummitgliedschaft bei Elitepartner abgeschlossen, diese aber fristgemäß am 11.Februar schriftlich gekündigt (sowohl den Vertrag als auch die Einzugsermächtigung). Im April stellte ich jedoch eine weitere Abbuchung auf meinem Konto fest und war zusätzlich genervt von weiteren automatischen Zuschriften von Elitepartner an meine E-Mail Adresse, so dass ich mich in meinen account eingeloggt habe und dort unter der Rubirk "Account löschen" meinen Zugang selbst gelöscht habe. Es wunderte mich dass an der Stelle schon die Nachricht erschien: "Wir gehen davon aus, dass sie unseren Service nicht weiter nutzen möchten und haben deshalb den nächstmöglichen Kündigungstermin (diese lag dann im Oktober) eingetragen". Daraufhin habe ich sowohl die Abbuchung rückgängig gemacht und meiner Bank als auch Elitepartner eine Mitteilung gesendet, dass ich ordnungsgemäß am 11.2. gekündigt hätte und daher keine Abbuchungen von meinem Konto laufen können. Des Weiteren habe ich der Mitteilung eine Kopie meiner im Februar per Post versendeten Kündigung beigelegt. Elitepartner meldete sich mit einer E-Mail und einer 1.Mahnung, dass sie keine Kündigung von mir erhalten hätten und demzufolge sich der Vertrag stillschweigend um 6 Monate verlängert hätte. Es stünden die Gebühren in Höhe von 49,90 für die weiteren 6 Monate an. Nur wenn ich einen Nachweis für die Kündigung erbringen könne läge der Fall anders. Nun habe ich leider keinen Nachweis da ich kein Einschreiben gesendet habe. Auf ein weiteres Schreiben von mir wurde nicht eingegangen, es folgte Mahnung Nr.2. in der ich darauf hingewiesen wurde, dass ich die Vertragsbedingungen nicht eingehalten hätte und mir deshalb mein Profil vorerst abgeschaltet werden musste was bei einer Zahlung natürlich wieder rückgängig gemacht werden würde. Ich hatte aber gar kein Profil mehr bei Elitepartner, dieses hatte ich ja schon Wochen vorher selbstständig gelöscht und dafür auch eine Bestätigung erhalten. Ich habe also noch einmal darauf geantwortet, nochmals die Kopie meiner Kündigung beigefügt, die Lage noch mal erläutert und darum gebeten eine Lösung zu finden anstatt mir einfach mit einem Inkassounternehmen zu drohen. Daraufhin kam keinerleit Antwort sondern Mahnung Nummer 3 mit der weiteren Drohung von Inkassokosten etc. Ich bin stinkend sauer und frage mich - muss ich einfach in den sauren Apfel beißen und daraus lernen immer Einschreiben zu senden und mich abzusichern oder geht hier etwas nicht mit rechten Dingen zu. Für mich stinkt es da gewaltig. Wie groß ist denn bitteschön die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brief nicht ankommt? Mir ist das bis jetzt (außer einen Postkarte) noch nie passiert. Wer kann mir weiterhelfen, die 10-tägige Frist mit Androhung des Inkassounternehmens läuft Ende der Woche ab. Muss ich die 300,- Euro zahlen? Vielen Dank für eine Antwort und herzliche Grüße.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 3 weitere Antworten zum Thema:
01.06.2010 | 15:18

Antwort

von

Rechtsanwalt Sebastian Belgardt
139 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

leider kann ich Ihnen wenig Hoffnung machen, dass eine Abwehr der Forderung funktioniert. Denn wer eine Erklärung abgibt, hat nachzuweisen, dass die Erklärung auch bei dem Empfänger eingegangen ist, wenn dieser das bestreitet.
Bei einfacher Post kann dieser Nachweis im seltensten Fall geführt werden.

Es ist tatsächlich so, wie Sie schreiben, dass wichtige Erklärungen am besten mit Einschreiben versendet werden sollten. Manche wählen gleich mehrere Wege und schicken die Erklärung gleichzeitig per Einschreiben, Fax und Email.

Ihre Schilderung spiegelt einen typischen Sachverhalt wider. Die erstaunliche Anzahl von Sendungen, die den Empfänger (angeblich) nicht erreichen, spricht für sich. Der Post scheinen die Sendungen LKW- weise abhanden zu kommen. So ist es nicht verwunderlich, dass viele den Verdacht haben, dass sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen, diesen „Trick mit dem Zugangsnachweis" für sich unrechtmäßig ausnutzen. Teilweise wird dies von Seiten der Empfänger auch grenzwertig offen formuliert („Wir haben nichts bekommen, es sei denn, Sie weisen uns dies nach.") Leider lassen sich die Ehrlichen von den Unehrlichen selten unterscheiden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.
Falls Sie noch Fragen haben: Nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion!
Abschließend bitte ich Sie, folgendes zu bedenken: Diese Plattform kann und will eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Zu einer umfassenden persönlichen Beratung gehört, dass Mandant und Rechtsanwalt gemeinsam alle relevanten Informationen erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gegeben werden. Es kann sich sogar eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn Informationen hinzugefügt oder weggelassen werden.


Mit besten Grüßen
Sebastian Belgardt


Kanzleianschrift:
Großholthauser Str. 124
44227 Dortmund

Kontaktmöglichkeiten:

Telefon: 0231. 580 94 95
Fax: 0231. 580 94 96
Email: info@ra-belgardt.de

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ANTWORT VON
Rechtsanwalt Sebastian Belgardt
Dortmund

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