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Einwilligung zur Unterhaltsminderung


| 12.11.2007 13:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

ich bin eine alleinerziehende Mutter einer fast 3-jährigen Tochter und beziehe vom Kindesvater ca. 175 € Unterhalt für unsere Tochter (sie ist sein zweites Kind). Dieser Unterhalt musste allerdings eingeklagt werden, da er nicht freiwillig zahlen wollte und es liegt auch ein Titel gegen ihn vor. Die Unterhaltszahlungen werden mir immer direkt jeden Monat am 15. von seiner Firma überwiesen.

Heute war ein Schreiben von ihm im Briefkasten, das wie folgt lautete:

Hallo Sarah,

aufgrund meiner jetzigen Lebensumstände, muss ich dich bitten mir eine Einwilligung zur Unterhaltsminderung zu schicken.
Stimmst Du dem nicht zu, bin ich leider gezwungen einen Rechtsanwalt aufzusuchen, um dies regeln zu lassen. Schicke mir bitte außerdem eine steuerliche Lebensbescheinigung von Nele Leni zu.

Marcel

Nun meine Fragen:

Muss ich dem einfach so zustimmen?
Kann er den Unterhalt einfach mindern oder mindern lassen?
Wenn ich dem zustimme, kann dann irgendwo festgehalten werden wie hoch der geminderte Unterhalt ist und was mit dem Rest (den er ja nicht zahlen kann) passiert, also ober er den irgendwann nachzahlen muss?
Wie muss ich mich verhalten?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung!!!

Mit freundlichen Grüßen

Sarah Süss
12.11.2007 | 13:34

Antwort

von


289 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Sie sind in Besitz eines Unterhaltstitels, auf dessen Basis der Kindesvater Kindesunterhalt zahlen muss. Dieser Unterhaltstitel kann, wenn sich die finanziellen oder persönlichen Verhältnisse des Kindesvaters erheblich ändern, natürlich abgeändert werden, jedoch nicht einfach so, sondern der Kindesvater muss darlegen, warum und in welcher Höhe der Unterhalt gemindert werden soll. Dies kann notfalls auch gerichtlich geklärt werden.

Sie sollten dem Kindesvater mitteilen, dass er Ihnen bitte mitteilen solle, aus welchen "jetzigen Lebensumständen" er eine Minderung des von ihm zu zahlenden Unterhalts ableitet, mit anderen Worten, Sie sollten ihn zur Auskunft über seine aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse auffordern. Solange der Kindesvater nicht klar darlegt, dass und in welcher Art sich seine Verhältnisse im Vergleich zu dem Zeitpunkt, als der Unterhaltstitel erlassen wurde, geändert haben, erklären Sie bitte keinen Unterhaltsverzicht, schon im Interesse Ihres Kindes nicht.

Sollte der Kindesvater die Auskunft erteilen und sich herausstellen, dass er mit seiner Forderung tatsächlich eine gewisse Berechtigung hat, dann können Sie mit ihm eine Vereinbarung über den Unterhalt schließen, in der auch stehen kann, dass er einen Teil des Unterhalts erst später bezahlen muss. Ich möchte Ihnen allerdings dringend raten, eine solche Vereinbarung nicht ohne einen auf das Familienrecht spezialisierten Anwalt zu schließen. Lassen Sie sich bitte auf überhaupt keine Neuregelung des Unterhalts ein, ohne sich vorher von einem Anwalt vor Ort ausführlichst beraten zu lassen. Der Kindesvater zahlt schon einen nur sehr geringen Unterhalt, eine noch weitere Reduzierung bedarf einer besonderen Begründung und könnte Ihnen im Verhältnis zu Ihrem Kind, dessen Interessen im Vordergrund stehen müssen, irgendwann einmal Schwierigkeiten bereiten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)


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ANTWORT VON

Bonn

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Fachanwalt Verwaltungsrecht, Familienrecht, Sozialrecht, Steuerrecht