Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.313
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einvernehmliche Mietvertragauflösung - dann doch Mietforderungen?


26.07.2004 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
ich bin vor einem 3/4 Jahr aus einer Wohnung ausgezogen. Gekündigt wurde im Prinzip weder mündlich noch schriftlich, da ich vorzeitig ausziehen wollte und es mit dem Vermieter abgesprochen habe.
Es gab ein Gespräch unter Zeugen über Auszugstermin und -modalitäten denen alle zustimmten. Eine zusätzliche Kündigung hielt ich nicht für nötig.
Gilt das nun als einvernehmliche Auflösung oder kann er tatsächlich noch Miete ( auf einmal, nach 7 Monaten) verlangen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

es wäre grundsätzlich hilfreich zu wissen, wann der Mietvertrag abgeschlossen wurde, um einschätzen zu können, ob nach altem oder nach neuem Recht gekündigt werden konnte/musste.

Nach dem Gesetz (§ 568 BGB n.F., § 564a BGB a.F.) muss schriftlich gekündigt werden, sonst ist die Kündigung streng genommen nicht wirksam. Diese Vorschrift dient der Klarstellung und Rechtssicherheit des Mieters.
Wenn es jedoch nach den Beziehungen der Parteien und den gesamten Umständen mit Treu und Glauben unvereinbar wäre, das Rechtsgeschäft am Formmangel scheitern zu lassen, ist die Formunwirksamkeit unschädlich (Kommentierung § 125 BGB).

Wenn sich alle Parteien einig sind und wie hier geschehen, ein Gespräch mit Zeugen stattgefunden hat, kann eine schriftliche Kündigung entbehrlich sein, denn es wäre -unjuristisch ausgedrückt- unfair, wenn der Vermieter trotz ausführlichem Gespräch über Auszugsmodalitäten etc. davon ausgehen würde, das Mietverhältnis würde weiterhin bestehen.

Nach meinem Dafürhalten ist hier eine einvernehmliche Auflösung des Mietvertrages eingetreten mit der Folge, dass der Vermieter nunmehr keine Mietforderungen mehr stellen kann. Sie können, um ganz sicher zu gehen und dem Formerfordernis zu genügen, noch eine schriftliche Kündigung nachreichen.

Im Übrigen nehme ich an, dass sich Ihr Vermieter bereits gemeldet hätte, wenn er noch Ansprüche gegen Sie anmelden wollte.
Sollte er dies noch zu einem späteren Zeitpunkt tun, und sollten Sie davon Abstand nehmen, noch einmal schriftlich zu kündigen

Zum Thema der Kaution und Nebenkostenabrechnung haben Sie leider nichts ausgeführt. Eine Nebenkostenabrechnung wird häufig erst einige Monate nach Auszug erstellt, so dass hier noch Kosten auf Sie zukommen könnten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Michaela Albrecht
Rechtsanwältin

Elbestraße 33, 64390 Erzhausen
Tel. 06150 / 961 994
Fax 06150 / 961 995

info@albrecht-rechtsanwaeltin.de
www.albrecht-rechtsanwaeltin.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59201 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in kürzester Zeit zufriedenstellend beantwortet. Eine Nachfrage meinerseits wurde ebenfalls schnell und in mir verständlicher Sprache ausschöpfend beantwortet. Ich habe als Nichtjurist den Eindruck dass man ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die klare, schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz pregnant auf den Punkt. So soll es sein. ...
FRAGESTELLER