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Einstellung der Lohnfortzahlung in der Schwangerschaft


29.12.2010 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo, ich bin Ende des 6ten Monat Schwanger und immer wieder krank. Teilweise auch länger als 6 Wochen krank aber nie wegen der gleichen Ursache. Seit Beginn der SS stellt mein Arbeitgeber immer wieder die Lohnfortzahlung ein und besteht darauf ein Schreiben des Arztes einzureichen, der mich krankgeschrieben hat um zu beweisen das es sich nicht um ein und die selbe Krankheit handelt sondern um eine erneute Erkrankung. Wahrscheinlich geht es hier ums Krankengeld. Der finanzielle Verlust jeden Monat kostet mich nicht nur Nerven sondern damit summieren sich auch andere Kosten da ich einen Teil meiner Zahlungen nicht nachkommen kann. Wäre ich alleine so hätte ich nichts zu essen oder könnte ich meine Miete nicht bezahlen. Ich bringe jeden Monat dieses Schreiben vom Arzt und trotzdem zahlen die mir jeden Monat zu wenig Geld. Ist dieses Vorgehen Seitens meines Arbeitgebers in der SS rechtens???? Ich wäre Ihnen über eine Antwort sehr dankbar.
29.12.2010 | 14:59

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Im Krankheitsfall haben Sie als Arbeitnehmerin, sofern das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen Bestand hat, Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dieser Anspruch besteht für die Dauer von sechs Wochen. Dauert die krankheitsbedingte Verhinderung länger als sechs Wochen an, so erhalten Sie das gesetzliche Krankengeld durch Ihre Krankenversicherung.

Ihr Arbeitgeber wird selbstverständlich bestrebt sein, die Kosten für Ihren Ausfall so gering wie möglich zu halten. Deshalb verlangt er Nachweise, die belegen, dass Sie immer wieder neu erkrankt sind und er somit zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist.

Sie müssen gegenüber Ihrem Arbeitgeber jeweils den Krankheitseintritt anzeigen und ärztlich belegen. Sofern Sie diesen Pflichten nachkommen, ist Ihr Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, obwohl ein Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht, so können Sie ihn auf Lohnfortzahlung in Anspruch nehmen.

Ich rate Ihnen zu folgendem Vorgehen:

Fordern Sie Ihren Arbeitgeber erneut auf, die Lohnfortzahlung zu gewährleisten. Sollte dieser Aufforderung nicht nachgekommen werden, so sollten Sie sich an einen Berufskollegen vor Ort wenden, der einen Anspruch genau prüfen und förmlich gegenüber Ihrem Arbeitgeber geltend machen wird.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Informationen hinzugefügt, weggelassen oder unklar dargestellt worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefuntkion.

Ich wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2010 | 16:37

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich bin meinen Verpflichtungen nachgekommen und habe jedesmal ein Schreiben des jeweilligen Arztes an meinen Arbeitgeber übergeben indem ihm über die erneute Erkrankung berichtet wird. Für diese Schreiben habe ich jeweils 10,00 Euro bezahlt da dies als ärztliches Atest gehandet wird. Mir wurde die Fortzahlung Seitens meines Arbeitgeberst für den letzten Monat nicht bezahlt und auch für diesen Monat obwohl ich den Beleg vom Arzt erbracht habe. Ich bin am verzweifeln. Ich bin eine werdende Mutter und hab ohnehin schon zu kämpfen. Das ich nun meinem Geld hinterherlaufen muß und ggf. bestimmte Kosten nicht aufbringen kann das macht mich psychisch fertig und darunter leidet auch mein ungeborenes Kind. Mir geht es in dieser Angelegenheit sehr schlecht und ich möchte meinen Arbeitgeber dafür zur rechenschaft ziehen. Es kann nicht sein das dies so großen Einfluss auf meine SS nimmt. Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2010 | 16:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

Je nach Einkommen können Sie versuchen, einen Beratungshilfeschein bei dem Amtsgericht an Ihrem Wohnsitz zu erhalten. So würde die anwaltliche außergerichtliche Vertretung ggü. Ihrem Arbeitgeber Sie nur € 10,- kosten.

ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind nochmals Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

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