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Einspruch gegen Mahnbescheid


26.10.2011 08:49 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von



Wir haben im Mai 2010 bei einem grossen Baumarkt 3 Einbautüren mit Sargen gekauft. Preis: ca. 850 €. Nachdem uns der Wareneingang mitgeteilt wurde sind die Türen in Mai abgeholt, wobei die Ware Bar bezahlt wurde. Im November 2010 erhielten wir dann eine Rechnung, mit der Bitte diese zu bezahlen. Nachdem wir mitgeteilt hatten, dass - entsprechend der Regelungen des Baumarktes - Ware nur gegen Zahlung augehändigt wird (steht auf Bestellung), wir Bar bezahlt hatten und uns mitgeteilt wurde dass es zu der Zeit beim Baumarkt Probleme bei der Umstellung des Kassensystems bzw. Rechnungswesen gegeben hat, sind wir davon ausgegangen dass die Angelegenheit sich erledigt hat.
Nachdem wir auf Anfrage allerdings die Barzahlung nicht beweisen können (Unterlagen sind, weil grosser Umbau mit vielen Massnahmen, nicht aufbewahrt) is jetzt ein Mahnbescheid zugeschickt worde. Wir sind damit nicht einverstanden, und möchten Einspruch einlegen. Wie sind unsere Chancen vor Gericht ? Danke !
26.10.2011 | 10:39

Antwort

von


934 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Wenn Sie gegen den Mahnbescheid Widerspruch einlegen, wird das Verfahren von dem Mahngericht an das im Mahnantrag genannte zuständige Prozessgericht abgegeben.

Um sich erfolgreich verteidigen zu können, müssen Sie die Barzahlung darlegen und beweisen. Gelingt Ihnen der Beweis nicht, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Zahlung verurteilt.

Nach Ihrem Sachvortrag besteht aber bei dem Baumarkt die Regelung, dass Ware nur gegen Zahlung ausgehändigt wird.
Dies ergibt sich aus der Bestellung. Möglicherweise enthalten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch einen entsprechenden Hinweis.

Vor diesem Hintergrund könnten Sie dann beweisen, dass der Baumarkt generell Ware nur gegen Zahlung aushändigt und Ihre Aussichten, die Klage abzuwehren wären somit gut.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



ANTWORT VON

Hamburg

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