Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.814
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einreise in die USA - vorbestraft wg Drogenhandels


| 03.08.2016 21:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich wurde vor 10 Jahren zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr verurteilt wegen Drogenhandels (meine erste und einzige Verurteilung).
Ich möchte jetzt gerne in die USA einreisen (Urlaub).
Stellt meine Vorstrafe einen Hinderungsgrund dar?
Können die amerikanischen Behörden meinen BZR-Eintrag sehen?
Ist mein BZR-Eintrag nach 10 Jahren überhaupt noch vorhanden?
Was droht mir, wenn ich im ESTA-Formular die Frage nach einer solchen Verurteilung fälschlich verneine?
03.08.2016 | 22:50

Antwort

von


35 Bewertungen
Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Tel: 030-95999353
Web: www.tobias-mai.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich Ihnen gerne beantworte:

1.
Stellt meine Vorstrafe einen Hinderungsgrund dar?

Die Tatsache, dass Sie wegen Drogenhandels verurteilt wurden, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass man Sie nicht einreisen lässt, wenn Sie die danach gestellte Frage im ESTA-Formular wahrheitsgemäß beantworten.

2.
Können die amerikanischen Behörden meinen BZR-Eintrag sehen?

Die amerikanischen Behörden können nicht unmittelbar Ihren BZR-Eintrag sehen, haben aber über § 57 BZRG die Möglichkeit, sich eine solche Auskunft von der deutschen Stelle übermitteln zu lassen.

3.
Ist mein BZR-Eintrag nach 10 Jahren überhaupt noch vorhanden?

Sofern Sie zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt wurden und diese nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde, ist davon auszugehen, dass diese gem. § 46 Abs. 1 Nr. 4 BZRG erst nach fünfzehn Jahren aus dem Bundeszentralregister getilgt wird.

4.
Was droht mir, wenn ich im ESTA-Formular die Frage nach einer solchen Verurteilung fälschlich verneine?

Sofern dies in den Staaten bekannt werden würde, müssen Sie damit rechnen, dass Sie sofort, ohne jedes Abwarten des Landes verwiesen werden.

Zudem sind Falschangaben im Rahmen des ESTA-Verfahrens gem. Sec. 275 Immigration and Nationality Act strafbar und können sogar zu Freiheitsstrafe führen.

Ich wünsche trotz der bedauerlicher Weise unerfreulichen Antworten einen schönen Abend.

Ihr Tobias Mai, RA


Nachfrage vom Fragesteller 04.08.2016 | 10:02

Hallo Herr Mai, vielen Dank für Ihre sehr hilfreichen Antworten. Ich habe noch eine Rückfrage.
Vorab noch die Info: Die Strafe war zur Bewährung ausgesetzt.
Meine Frage:
Wenn die 15 (oder wenige?r) Jahre vorbei sind, also der Eintrag getilgt wurde: Können die amerikanischen Behörden bei einem Blick ins BZR dann noch etwas sehen?
Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.08.2016 | 10:41

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich freue mich, wenn Ihnen meine Antworten weiter geholfen haben.

Da Sie nun ergänzen, dass Sie lediglich zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurden, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde, verringert sich die anzuwendende Tilgungsfrist - vorbehaltlich einer genaueren Überprüfung der gegen Sie ergangenen strafgerichtlichen Entscheidung - von 15 auf zehn Jahre gemäß §46 Abs. a, Nr. 2 b) BZRG.

Nach Ablauf dieser Tilgungsfrist und dem Ablauf eines weiteren Jahres (§45 Abs. 2 BZRG) wird der Eintrag aus dem Register entfernt. Allerdings darf schon während dieser weiteren einjährigen Zeit keine Auskunft mehr über die Eintragung erteilt werden.

Ich würde Ihnen empfehlen, dass Sie einmal eine unbeschränkte Einsicht gem. § 42 BZRG über Eintragungen zu Ihrer eigenen Person in das Bundeszentralregister nehmen. Tipp: Bitte verwechseln Sie das bei der Beantragung nicht mit einem Führungszeugnis.

Wenn Sie wollen, kann ich Sie bei der Beantragung der Einsichtnahme selbstverständlich als Rechtsanwalt unterstützen. Rufen Sie bei Interesse einfach kurz an, um alles weitere zu besprechen: 030-95999353.

Wenn in der unbeschränkten eigenen Auskunft aus dem Register die Verurteilung nicht mehr enthalten ist, gehe ich davon aus, dass auch die Vereinigten Staaten keine Kenntnis mehr auf diesem offiziellen, gesetzlich geregelten Wege über das Bundeszentralregister erhalten würden. Welche weiteren Quellen Homeland Security und andere beteiligte Behörden jedoch nutzen, entzieht sich - aus naheliegenden Gründen - meiner Kenntnis, sodass leider nicht vollkommen sicher ist, ob Ihre Verurteilung in den Vereinigten Staaten nicht dennoch bekannt werden könnte.

Für eine Bewertung mit 5 Sternen wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Mai, RA

Bewertung des Fragestellers 04.08.2016 | 11:07


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Antwort direkt und auf den Punkt (kein Drumherumgeschwafel), sehr gut verständlich für den Laien. Super."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Tobias Mai »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.08.2016
5/5.0

Antwort direkt und auf den Punkt (kein Drumherumgeschwafel), sehr gut verständlich für den Laien. Super.


ANTWORT VON

35 Bewertungen

Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Tel: 030-95999353
Web: www.tobias-mai.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Kaufrecht