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Einreise in die USA möglich bei früherer Festnahme in New York?


14.12.2014 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff



Im Jahr 1999 habe ich einen Kurzurlaub in New York verbracht und bin in der Subway festgenommen worden, weil ich mit einem Mitreisenden mit einem Ticket zu zweit durch das Drehkreuz (Einlass zur Subway) gegangen bin.
Ich habe dann eine Nacht im Gefängnis verbracht und bin am nächsten Morgen vor eine Art Schnellgericht geführt worden. Dort gab es eine Urteilssprechung, dass meine Strafe mit der Nacht im Gefängnis abgegolten sei und ich eine Bewährungszeit von ca. 6 Monaten bekomme, in der ich mir in den USA nichts Zuschulden kommen lassen dürfe. Von mir wurden damals Fotos gemacht sowie digitale Fingerabdrücke genommen. Die Pflichtverteidigerin erklärte, wenn die Bewährungsfrist vorbei sei, würden meine Daten gelöscht werden.

Wie verhält es sich nun, wenn ich wieder in die USA einreisen will? Kann ich mich darauf verlassen, dass meine Daten gelöscht worden sind? Ich habe keinerlei Unterlagen von dieser Festnahme und dem Urteilsergebnis des Schnellgerichts.
Ich gehe davon aus, dass ich nicht als vorbestraft geführt werde. Jedoch bin ich mir unsicher, wie ich die Einreiseunterlagen (ESTA) bezüglich Straftaten in den USA auzufüllen habe. Kann ich in meinem Fall dort alle Fragen bezüglich Straftaten und Delikten mit NEIN beantworten?
An welche Ämter kann ich mich wenden, um sicher zugehen, dass ich einreisen darf, bevor ich eine Reise buche?





Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Einzig möglich wäre eine Anfrage an die amerikanische Botschaft in der Bundesrepublik, wo aber nach meiner Erfahrung mit keiner einschlägigen Auskunft zu rechnen ist, insb. bei den zwischenzeitlich vergangenen 15 Jahren.Auch würde ich aus sonstigen Gründen nicht dazu raten.

Schweirigkeiten im Hinblick auf die Einreise sehe ich keine. Die Frage, die im ESTA-Formular beantwortet werden müssen, können Sie im Hinblick auf Straftaten mit guten Gewissen mit "nein" ankreuzen. Zumal die einschlägigen Straftaten dort auch auf Tatbestände wie Crimes Involving Moral Turpitude abzielen. Dies sind zumindest straftaten von gewisser Erheblichkeit. Ich nehme nicht an, dass das Vergehen noch in den U.S.A. irgendwo geführt sein wird.

Sie können die ESTA bei den Fragen nach Vorstrafen also entsprechend mit "nein" beantworten und brauchen auch beim Customs Officer wohl nichts befürchten, was aus der "verjährten" Tat herrührt, die nach Ihren Angaben auch gelöscht worden ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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