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Einnahmen Nebengewerbe nach Trennung


30.12.2010 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch



Hallo,

ich habe mich vor drei Wochen von meiner Frau getrennt und möchte nun wissen, wie sich die Einnahmen aus meinem Nebengewerbe auf die Unterhaltszahlungen auswirken.

Das Nebengewerbe bestand schon vor unserer Heirat, allerdings habe ich erst dieses Jahr einen neuen "Firmenzweig" unter neuem Namen ins leben gerufen (unter gleicher Gewerbeanmeldung) und habe in der Gewinnermittlung für 2010 ein Minus von ca. 1000Euro. Das kommt daher, das ich einiges in die Entwicklung investieren musste und mittlerweile einen hohen Warenbestand aufgebaut habe. Bestellungen habe ich genug, konnte sie aber nicht in 2010 ausliefern, da mir einige Teile fehlten.

Nun wird mein Nettogewinn nächstes Jahr stark ansteigen, da die Investitionen nicht mehr relevant sind und ich mehr oder weniger nur positive Eingänge im ersten Quartal habe...

1. wird der Verlust in 2010 im Unterhalt berechnet?

2. wird der Gewinn in 2011 für den Unterhalt berechnet, obwohl wir schon getrennt waren?


Des weiteren habe ich momentan ein anderes Projekt, wo ich damit rechne, dass ich in 2011 (also im Trennungsjahr) einen Gewinn erzielen werde. Dies habe ich allerdings auch erst nach der Trennung angefangen und zum Verkaufsstart vergehen noch ein paar Wochen.

1. fliesst der Gewinn daraus auch mit in die Berechnung für den Unterhalt?


Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Fragestellung gehe ich davon aus, dass keine unterhaltsberechtigten Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind, es Ihnen also ausschließlich um die Frage möglichen Trennungsunterhaltes für Ihre Ehefrau geht. Ich gehe weiter davon aus, dass Ihre Ehe einige Jahre bestanden hat. Ggfs. konkretisieren Sie den Sachverhalt bitte im Rahmen der kostenlosen Nachfrage.

Für den Trennungsunterhalt gilt § 1361 BGB, danach kann der Ehegatte den nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt verlangen. Für die Bestimmung eines möglichen Trennungsunterhaltes sind also zunächst die ehelichen Lebensverhältnisse zu bestimmen: Dauer der Ehe, bisherige Berufstätigkeit, Einkommen. Die Verhältnisse müssen für die Ehe prägend gewesen sein, also über einen längeren Zeitraum hin Bestand gehabt haben. Daraus folgt, dass der in diesem Jahr zu verzeichnende (vorübergehende) Verlust ebenso wie die Gewinnerzielung im kommenden Jahr für die Unterhaltsberechnung nicht von Bedeutung sein können.

Soweit Sie bereits während der Ehe Einkünfte aus dem Nebengewerbe erzielt haben, sind diese bei einer Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen.

Zunächst ist jedoch zu fragen, ob überhaupt ein Unterhaltsanspruch besteht. Dies ist z.B. dann nicht der Fall, wenn beide Ehegatten kinderlos sind und über ein Einkommen in etwa gleicher Höhe verfügen, wenn eine Erwerbstätigkeit erwartet werden kann oder auch bei sehr kurzer Ehedauer.

Ich empfehle daher dringend, vor einer Einigung über den Trennungsunterhalt in eine ausführliche anwaltliche Beratung zu investieren.

Ich bedauere, dass Ihre Frage mit den derzeit vorliegenden Informationen nur recht allgemein beantwortet werden kann und verweise daher nochmals auf die Möglichkeit der Nachfrage.

In jedem Fall wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Start in das Jahr 2011.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -



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