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Einkommensteuer/Kleinunternehmer


31.01.2017 16:23 |
Preis: 40,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

wir sind als Kleinunternehmer gemeldet und führen ein Online-Unternehmen für Holzkunstgegenstände. Wegen unserer internationalen Kunden haben wir eine Ust-ID angemeldet.
Nun haben wir für 2015 unsere Einkommenssteuererklärung abgegeben mit einfacher Gewinnermittlung (Betriebseinnahmen 13966€, Gewinn
6344€).
Trotz Anwendung der Kleinunternehmeregelung und einem Umsatz von weniger als 17.500€, mussten wir 1469€ Steuern zahlen bzw. eine Vorauszahlung von 2244€ für 2016 und quartalsweise Vorauszahlungen von ca. 500€ für 2017.
Wie ist das zu erklären?

Viele Grüße,
J
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist zwischen einer Einkommensteuervorauszahlung und einer Umsatzsteuervoranmeldung zu unterscheiden. Wenn Sie als Kleinunternehmer gelten, dann müssen Sie nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer in den Rechnungen ausweisen, sind aber auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Bitte prüfen Sie also zunächst, ob es sich bei den Vorauszahlungen nicht um solche auf die Einkommensteuer handelt. Eine Steuervorauszahlung ist eine Abschlagszahlung auf die voraussichtliche Jahressteuerschuld. Um einen regelmäßigen Geldfluss in den Staatshaushalt sicherzustellen und dem Steuerpflichtigen eine eventuelle hohe Nachzahlung zu ersparen, werden bereits im laufenden Jahr Vorauszahlungen erhoben.

Sie erzielen Einkünfte aus Ihrem Onlineshop, die der ESt-Pflicht unterliegen. Auf die voraussichtlich geschuldete Einkommensteuer hat ein Steuerpflichtiger vierteljährliche Vorauszahlungen zu entrichten, die vom Finanzamt nach dem Ergebnis der letzten Steuerveranlagung durch Vorauszahlungsbescheid festgesetzt werden (§ 37 Abs. 1 und 3 EStG). Daneben ist die Festsetzung einer nachträglichen Vorauszahlung als Anpassung an gestiegene Einkommensverhältnisse bis zum Ablauf des auf den Veranlagungszeitraum folgenden 15. Kalendermonats möglich. Bei nachträglichen Vorauszahlungen muss der Erhöhungsbetrag mindestens 5.000 € betragen. Fällig wird er einen Monat nach Bekanntgabe des Vorauszahlungsbescheides.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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