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Einkommenssteuerregelung


| 17.11.2008 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

folgenden Sachverhalt möchte ich meiner Frage vorausschicken:

Im Jahre 2006 hatte ich ein steuerlich relevantes Einkommen in Höhe von ca 3700 Euro! Dies erklärt sich dadurch, das ich auf zweitem Bildungsweg das Abitur nachholen wollte und hierzu die Berufsoberschule besuchte, ohne einem Nebenjob nachzugehen! Die Einnahmen setzten sich zusammen aus Halbwaisenrente nach meiner verstorbenen Mutter sowie Kindergeld welches mein Vater für mich beantragt hat und 334 Euro Zinsen aus einem Sparguthaben!

Ich habe diese Ausbildung allerdings etwas überfordert zunächst abgebrochen! Aufgrund mangelnder beruflicher Perspektiven, beschloss ich zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 im September 2006 einen nochmaligen Anlauf! Ich habe für das Schuljahr 2006/2007 dann KEINE staatlichen Leistungen mehr beantragt, da ich ausreichend finanziell von familiärer Seite abgedeckt war, sodass für meine Einkommenssteuererklärung 2007 nur ein steuerlich relevanter Betrag von 334 Euro Zinsen aus dem Sparguthaben übrig blieb, da ich auch 2007 keinem Nebenjob nachgegangen bin!

Das Finanzamt hat dies erwartungsgemäß so nicht akzeptiert! Ich habe vor einigen Tagen nun in der mir gesetzten Frist in einem Antwortschreiben eine ausführliche Begründung dargelegt, warum die Einnahmen noch viel niedriger sind als 2006! Soweit ich weiss wird Einkommenssteuer sowieso erst ab einer Einnahme von mehr als 7668 Euro jährlich erhoben! Ich war bisher in der Angelegenheit sehr entspannt, da ich mir meiner Meinung nach nichts strafbares hab zu Schulden kommen lassen, aber einige Freunde haben mich doch etwas beunruhigt mit so Angaben wie "das Finanzamt kann dir die Hölle heiss machen wenn sie Lust drauf haben"

Nun habe ich folgende Frage:

Wie gehen Finanzämter in der Regel vor, wenn ein Sachverhalt in einer Steuererklärung unklar ist? Ich habe im Grunde nicht nachweisen können das ich keine Gelder von der Rentenversicherung bzw der Familienkasse beantragt habe! Ich bin aber der Meinung und habe dies auch so in meinem Antwortschreiben kund getan, dass das Finanzamt bei Unklarheiten sich direkt mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen kann und diese dann bestätigen können das ich 2007 keine Gelder von ihnen erhalten habe! Das ich keinen Nebenjob gemacht habe, kann ich auch schwer nachweisen, aber ich denke dies ergibt sich aus den fehlenden Lohnsteuerdaten etc beim Finanzamt selbst!

Also nochmal konkret meine Frage: Mit was muss ich rechnen? Wird meine Familie Angaben zu der Sache machen müssen oder erfolgt nur eine Überprüfung meiner Angaben aus dem Antwortschreiben bei den zuständigen Stellen? Vielen Dank für die Antwort!
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne beantworten möchte.

Wenn ein Sachverhalt unklar ist, holt das Finanzamt erstmal beim Steuerpflichtigen weitere Informationen ein. Dies hat das Finanzamt nun bereits bei Ihnen getan.

Aufgrund Ihrer Angaben kann es auch sein, dass das Finanfamt bei der Familienkasse oder der Rentenversicherung unfragt, ob Sie von diesen Stellen Gelder bezogen haben.

Ich gehe bei Ihnen davon aus, dass Sie nichts weiter durch das Finanzamt zu "befürchten" haben. Durch Ihre Angaben haben Sie erklärt, dass Sie durch die persönlichen familiären Verhältnisse abgesichert sind. Dies liegt nicht außerhalb jeglicher Erfahrung und insoweit gehe ich davon aus, dass das FA Ihren Angaben auch Glauben schenken wird.

Allgemein ist es z.B. möglich, wenn ein Steuerpflichtiger angibt, nur von seinen Ersparnissen leben zu können und keine Einkünfte hat, dass das FA einen Nachweis über das vorhanden Kapital anfordert, um so sehen zu können, ob die Angaben stimmen können.

Ich gehe wie gesagt davon aus, dass das FA Ihren Angaben Glauben schenken wird und Ihre Familie nicht zu dem Sachverhalt befragt wird. Ggfs. wird das FA bei den anderen Stellen Auskünfte einholen, wenn sich aus Ihrem Antwortschreiben nicht bereits der Sachverhalt für das FA aufgeklärt hat.
Sollte das FA weitere Informationen benötigen, was ich von hier nicht abschätzen kann, gehe ich davon aus, dass sich das FA ansonsten nochmal an Sie wenden würde.
Bewertung des Fragestellers 01.12.2008 | 16:40


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