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Einkommensauskunft bei Selbständigen


02.08.2004 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Vater eines 13jährigen Sohnes, der bei seiner Mutter lebt. Unterhalt zahle ich in der bisher geforderten Höhe. Nach langer Arbeitslosigkeit habe ich im August vergangenen Jahres eine selbständige Tätigkeit aufgenommen. (Einzelfirma)
Die Kindesmutter möchte nun, da sich meine finanziellen Verhältnisse vermeintlich wesentlich geändert haben, einen Einkommensnachweis. Ein Steuerbescheid für 2003 liegt noch nicht vor, ebensowenig eine Gewinn- und Verlustrechnung. Gewinn ist jedoch, da es eine Neugründung war, zunächst wohl kaum in wesentlicher Höhe zu erwarten.
Ich habe der Mutter hilfsweise einen Auszug aus der Firmenbuchhaltung (Privateinlagen- und -entnahmen, vor Sozialvers. und Steuern)) vorgelegt und angeboten, diese ggf. durch einen Steuerberater bestätigen zu lassen. Hiermit ist sie jedoch nicht zufrieden. Wie kann oder muß ich mein Einkommen zum jetzigen Zeitpunkt anderweitig belegen? Sie möchte Einsichtnahme in Buchhaltungsunterlagen (Umsatzerlöse etc.). Das lehne ich jedoch ab. Bin ich damit im Recht? Umsätze sind ja nicht gleichzusetzen mit Einkommen. Außerdem bin ich persönlich unterhaltsverpflichtet (nicht meine Firma) und ich muß ich mir doch nicht von Dritten vorschreiben lassen, wie ich meine Firma zu führen habe, oder?
Meines Wissens berechnen sich Unterhaltsverpflichtungen nach dem Nettoeinkommen (in meinem Fall Nettogewinn), d. h. Umsatz minus Kosten = Brutto; Brutto minus Sozialversicherung und Steuern = Nettoeinkommen. Da diese Werte bei Selbständigen erst nach dem EkST.-Bescheid vorliegen, bitte ich um Rat, wie ich mich verhalten soll.

Danke für Ihre Hilfe.
02.08.2004 | 13:41

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Rechtssuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, daß in der Regel bei Selbständigen Auskunft für die letzten drei abgelaufenen Kalenderjahr zu erteilen ist. Davon gibt es Abweichungen. Eine Ausnahme liegt bei Ihnen vor.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, daß man sich in Ihrem Fall nicht ganz einig ist, wie man verfahren kann. Man muß daher (ausnahmsweise) eine Prognose für die Zunkunft vornehmen.

Bei der Auskunftserteilung ist man sich aber einige darüber, daß auch kurzfristige Erfolgsrechnungen, Bewegungsbilanzen sowie cash-flow Rechnungen vorlegen muß, wenn dies zur Berechnung des Unterhaltes erforderlich ist. Auch besteht ein Anspruch auf Vorlage einzelner Sachkonnten der Buchführung. Daher spricht vieles dafür, daß Ihre Frau diesen Anspruch auf durchsetzen kann.

Ich rate Ihnen daher dringend zunächst einen Anwalt aufzusuchen, um mit diesem das weitere Vorgehen zu besprechen. Es ganz z.B. ratsam sein, sich mit Ihrer Frau auf Abschlagszahlungen zu einigen, bis der erste Steuerbescheid vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite ST.r 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
www.anwalt-wille.de
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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