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Eingriff in den Straßenverkehr was kommt auf mich zu?


23.12.2011 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Hallo,
gestern nacht nach einem kneipenbesuch war ich auf dem weg nach hause mit meinen jungs,als aufeinmal die idee aufkam die leere und zu deisem zeitpunkt sehr schwach befahrene straße mit baustellenabsperrungen zuzubauen.ich hatte dann das dritte teil hingestellt und es war platz für vier also straße war nicht komplett zugebaut.aufeinmal kam die zivilpolizei und sagte das sei ein gefährlicher eingriff in den straßenverkehr,dabei war weit und breit nichts zu sehen von autos etc.sie haben dann meine personalien aufgenommen und ich habe die teile nach dem sie fotos gemacht hatten eigenständig von der straße geräumt.ich bestand noch auf einen alkoholtest der vom herbeigerufenen Streifenwagen durchgeführt wurde und 1,05 promill ergab.Jetzt natürlich meine Frage was kann bzw.wird da auf mich zu kommen und wie sollte ich mich verhalten wenn post kommt.

vielen dank.
Sehr geehrter Ratsuchender,

guten Tag und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Es ist recht wahrscheinlich, dass ein polizeiliches Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet wird.

Gegenstand des Verfahrens ist der Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, geregelt in § 315 b StGB.

Danach macht sich strafbar, wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er z. B. Hindernisse bereitet und dadurch Leib oder Leben eines anderen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet.

Das Errichten einer Straßensperre ist ein Hindernis bereiten im Sinne der Vorschrift. Zwar ist es hier nicht zu einer konkreten Gefährdung gekommen, allerdings ist auch der Versuch einer Gefährdung strafbar.

Sofern die Polizei zu der Überzeugung gelangt, dass hier eine Strafbarkeit gegeben sein könnte, wird man Sie als Beschuldigten vorladen.

Zu diesem Termin müssen Sie nicht erscheinen und können von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen.

Sollten Sie vorgeladen werden, so ist es meines Erachtens auch sinnvoll vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen und sich anwaltlich vertreten zu lassen. Nach erfolgter Akteneinsicht durch den Anwalt, sollten Sie sich zu der Sache einlassen und versuchen auf eine Einstellung des Verfahrens hinzuwirken. Im Rahmen der Einlassung können Sie dann die für Sie positiven Tatsachen vorbringen, alkoholbedingte Enthemmung, leere Straße, Straßensperre bestand nur für kurze Zeit etc.

Das Verfahren wird dann an die Staatsanwaltschaft abgegeben, die entscheidet, ob sie das Verfahren einstellt, und wenn ja unter welchen Bedingungen oder ob die Sache weiter verfolgt wird, z. B. durch den Erlass eines Strafbefehls oder eine Anklage.

Sofern Sie vorgeladen werden und Hilfe brauchen, können Sie sich diesbezüglich gerne wieder an mich wenden.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick über die rechtliche Lage gegeben.

Ihnen ein paar schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt
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