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Einbrüche, Sachbeschädigung und angebliche Urkundenfälschung!!


| 02.11.2008 21:15 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi


| in unter 2 Stunden

Hallo,

mein Freund ist vor ein paar Tagen in U-Haft gekommen und muss da auch noch 6 - 8 Wochen bleiben.

Die Anklageschrift lautet:
Er hat Mitte 2006 mit einem Freund in einem Vereinsheim eingebrochen und sie haben ein Diebesgut von 50 Euro mitgenommen.
Anfang 2007 sind mein Freund und zwei Freunde in einen Dönerstand eingebrochen und nahmen Wechselgeld in Höhe von 150 Euro und ein Dönermesser mit.
Im Frühling 2007 begab sich mein Freund mit 6 weiteren Freunden in eine Gärtnerei wo sie einen Tresor mit 2000 Euro entnahmen, der Sachschaden des Tresors beläuft sicha auf 500 Euro.
Im Mai 2007 begab sich mein Freund mit einem Freund auf ein Grundstück wo sie vier Felgen mit dem Wert von 750 Euro demontierten.
Mein Freund hat Mitte Juni/Juli 2007 von einem Freund eine geklaute Motorsäge (Wert 100 Euro) bekommen und diese dann verkauft, wusste allerdings dass diese geklaut war.
Anfang/Mitte 2007 brach mein Freund mit einem Freund in ein Vereinsheim ein und klaute dort Benzin im Wert von 8 Euro.
Ende Oktober 2007 brach mein Freund mit einem Freund in einen Schuppen ein wo sie eine Mofa und einen Kompletträdersatz Felgen klauten im Gesamtwert von 900 Euro.
Im Februar 2008 haben mein Freund und sein Freund einen Zigarettenautomaten aufgebrochen und Zigaretten und Bargeld entwendeten (Wert 648 Euro), außerdem entsand ein Sachschaden von 1.950 Euro.
Im März 2008 hat mein Freund von einem Ebay Verkäufer ein Auto erworben und als er sich diese abholte hat er ein entstempeltes Kennzeichen angebracht.
Ein paar Tage später haben mein Freund und ein Freund von ihm nochmals einen Zigarettenautomaten aufgebrochen und Bargeld sowie Zigaretten entnommen (Gesamtwert 484 Euro) der Sachschaden beträgt 1950 Euro.
Wieder im März hat mein Freund an einem Opel Ascona ein Kennzeichen für ein anderes Auto angebracht (DB NB 1861), allerdings hatte mein Freund noch nie einen Opel Ascona nur einen Opel Astra mit dem Kennzeichen DB MB 1861.
Das selbe Kennzeichen sollte er angeblich wieder an einem anderen Auto angebracht haben.
Vor ein paar Wochen ist mein Freund mit einem seiner Freunde in eine Firma eingebrochen und hat einen Fernseher, 2 Endstufen und 2 Notebooks mitgenommen.

In der Anklageschrift steht auch noch er ist strafbar als

gemeinschaftlich begangener Diebstahl im besonders schweren Fall in Tatmehrheit mit gemeinschaftlich begangenm Diebstahl in schwerem Fall in Tateinheit mit gemeinschaftlich begangenem Diebstahl in besonders schwerem Fall in Tateinheit mit gemeinschaftlicher Sachbeschädigung in Tatmehrheit mit gemeinschaftlich begangenem Diebstahl in Tatmehrheit mit Helerei in Tatmehrheit mit gemeinschaftlich begangenem Diebstahl in Tatmehrheit mit gemeinschaftliche begangenem Diebstahl in Tatmehrheit mit gemeinschaftlich begangenem Diebstahl im Besonders schweren Fall in Tateinheit mit gemeinschaftlich begangener Sachbeschädigung in Tatmehrheit mit Kennzeichenmissbrauch in Tatmehrheit mit gemeinschaftlich begangenem Diebstahl in besonders schwerem Fall in Tateinheit mit gemeinschaftlich begangener Sachbeschädigung in Tatmehrheit mit Urkundenfälschung in Tatmehrheit mit Urkundenfälschung.

Meine Frage ist, was für eine Strafe wird meinen Freund ungefähr erwarten?? Ich persönliche denke er hat die falschen Freunde (denen ist es egal wenn sie in den Knast kommen einer war sogar schon mal dort wegen Drogen) und es war auch bei den Einbrüchen nicht seine Idee vorallem bei Zigaretten nicht da er ein Nicht-Raucher ist, wenn das alles überhaupt stimmt dann hat er dieses nur getan weil er kein Geld hat und auch von seinen Eltern keins bekommt (wo sein Vater ist weiss er nicht und seine Mutter wohnt 500 km weg und hat selber kein Geld) ich glaube auch dass er nichts mehr machen wird da er so wie ich ihn kenne nicht nochmal in eine JVA will. Soviel ich weiss zählt seine Strafe auch als Jugendstrafe da er erst 19 Jahre ist und das mit dem Auto Opel Ascona und dem Kennzeichen DB NB 1861 stimmt 100 %ig nicht!!
Bitte um möglichst schnelle Antwort!! Danke schon im Vorraus!!
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 30 weitere Antworten zum Thema:
02.11.2008 | 22:26

Antwort

von

Rechtsanwältin Silke Jacobi
292 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das Einstellen Ihrer Frage, die ich unter Berücksichtigung der von Ihnen gemachten Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Eine exakte Angabe darüber, wie hoch die Strafe für Ihren Freund ausfallen wird, lässt sich nicht machen. Jede genaue Angabe wäre reine Mutmaßung und damit unseriös. Die Bemessung der Strafhöhe (Strafzumessung) hängt von vielen einzelnen Faktoren ab. Dazu gehören u. a. die Schuld des Täters, die Beweggründe für die Tat, die Umstände und Ausführungen der Tat, die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters, evtl. Vorstrafen, das Verhalten des Täters nach der Tat, Bemühungen um eine Schadenswiedergutmachung usw. Die Strafe hängt zudem auch davon ab, welche Taten Ihrem Freund letztlich nachgewiesen werden können.

Nach der Anklageschrift wird Ihr Freund beschuldigt, etliche Diebstähle im besonders schweren Fall größtenteils in Tateinheit mit diversen anderen Delikten begangen zu haben. Aufgrund der doch erheblichen Anzahl von Straftaten und der beträchtlichen Gesamtschadenshöhe wird mit der Verhängung einer wohl mehrjährigen Freiheitsstrafe zu rechnen sein, wenn sämtliche Taten oder die Mehrzahl der Taten nachgewiesen wird.

Von der Anwendung des Jugendstrafrechts ist mangels anderer Anhaltspunkte auszugehen.

Auch das Jugendstrafrecht kennt die Freiheitsstrafe, wobei hier Strafen im Vergleich zum Erwachsenenstrafrecht geringer sind. Die Dauer der Jugendstrafe beträgt nach § 18 JGG mindestens 6 Monate und in der Regel maximal 5 Jahre.

Ohne genaue Kenntnis der Akte und ohne genaue Kenntnis der Beweislage, Vorstrafen etc. würde ich als vorsichtige Prognose eine zu erwartende Jugendstrafe von ca. 3 Jahren für möglich halten. Die Strafe kann aber je nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung auch niedriger oder höher ausfallen. Ich gehe bei dieser Prognose von in etwa vergleichbaren Fällen aus meiner Erfahrung in den letzten Jahren aus. Allerdings gibt es keine festen Strafsätze, sondern jede Strafe und Strafhöhe hängt vom Einzelfall ab. Die Untersuchungshaft wird in aller Regel auf die Jugendstrafe angerechnet. Allerdings kann der Richter in besonderen Fällen auch anordnen, dass die Anrechnung der U-Haft nicht erfolgen soll.

In Anbetracht der zu erwartenden Strafe und vor allem wegen der bestehenden Untersuchungshaft sollte unbedingt geklärt werden, ob Ihrem Freund ein Pflichtverteidiger bestellt wird. Sollte kein Pflichtverteidiger bestellt werden, sollte sich Ihr Freund dennoch unbedingt um einen Rechtsanwalt (Verteidiger) bemühen Der Verteidiger kann dann alle notwendigen Maßnahmen wie Akteneinsicht etc. veranlassen und durch seine Verteidung versuchen, ein möglichst mildes Urteil zu erwirken. Der Verteidiger kann nach erfolgter Akteneinsicht wahrscheinlich auch konkretere Angaben zu der vermutlich zu erwartenden Strafe machen können.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben. Bitte haben Sie Verständnis, dass ohne Akteneinsicht und ohne nähere Kenntnis der Gesamtumstände keine genaueren Angaben möglich sind.


Silke Jacobi, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 03.11.2008 | 08:04

Aha ja ok danke.
Also ich denke dass er es bereut diese sachen alle getan zu haben und es nicht nocheinmal machen wird. Vorstrafen hat er keine und es war auch nicht er der auf das alles gekommen ist, denn seit er mit mir zusammen ist hat er nichts mehr gemacht erst vor ein paar Wochen wieder weil er immer bei einem Freund war das mir eig. eh nicht gepasst hat und der Freund arbeiteslos ist und eine Menge Schulden hat. Ich denke aber der Freund von ihm wird auf jedenfall nicht auf Bewährung oder so raus kommen da er vor ein paar Jahren schon mal in Jugendarrest war wegen Drogen. Aber bei den angeblichen Urkundenfälschungen kann man normal keine Strafe bekommen da sie ja nicht stimmen oder?? Wenn er sich bei den jenigen entschuldigt und die geklauten sachen soweit er sie hat (er hat ja nicht alles da ja immer Freunde dabei waren) zurück gibt bzw. für den Schaden gerade steht kann die Strafe dann milder werden oder kann er auch eine Bewährungsstrafe bekommen??
Um einen Anwalt schaut seine Mutter heute noch.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.11.2008 | 09:44

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Höhe der Strafe und ob vielleicht eine Bewährung in Frage kommt, kann wie gesagt ohne genaue Aktenkenntnis nicht abschließend bewertet werden.

Dass Ihr Freund noch nicht vorbestraft ist, wirkt sich sicherlich günstig für ihn aus und auch ein (ernsthaftes) Bemühen um Schadenswiedergutmachung wird in aller Regel strafmildernd berücksichtigt. Ob und inwieweit hier eine Schadenswiedergutmachung möglich und sinnvoll ist, sollte Ihr Freund mit seinem Anwalt unbedingt besprechen. Dieser kann nach Akteneinsicht Auskunft darüber geben, wie die Beweislage einzuschätzen ist, also welche Taten Ihrem Freund wahrscheinlich nachgewiesen werden können.

Wenn die Urkundenfälschungen nicht von Ihrem Freund begangen wurden und ihm die Taten auch nicht nachgewiesen werden können, kann er deswegen natürlich auch nicht bestraft werden. Dies gilt im übrigen auch für die anderen Taten. Nur für das, was bewiesen werden kann, kann man bestraft werden.

Es ist daher nicht auszuschließen, dass wenn einige Taten nicht nachgewiesen werden können und noch andere Strafmilderungsgründe berücksichtigt werden, die Strafe milder ausfällt oder sogar eine Bewährung ausgesprochen werden kann. Dies kann aber an dieser Stelle nicht sicher beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen zusätzlichen Informationen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 2008-11-03 | 08:16


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