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Einbringung eines Einzelunternehmens in eine GmbH


04.02.2017 12:45 |
Preis: 61,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

Herr Peter besitzt 100% an der Peter GmbH. Herr Alfred besitzt ein Einzelunternehmen und möchte dieses in die Peter GmbH eingliedern und im Gegenzug dafür 40% der Anteile erhalten. Beide Unternehmen sind im Online Bereich tätig und besitzen mehrere Domains und wenige Materielle Werte.

Herr Peter und Herr Alfred sind befreundet und vertrauen sich zu 100%. Beide werden nach Zusammenlegung der Unternehmen Geschäftsführer.

Herr Alfred möchte in Zukunft gerne in weitere Unternehmen investieren und daher würde er gerne die 40% zukünftigen Anteile an der Peter GmbH in eine Alfred Holding GmbH überführen. Dadurch können Gewinne thesauriert werden. Die Alfred Holding GmbH ist noch nicht gegründet.

Was wäre die beste Option für die Einbringung des Einzelunternehmens von Herrn Alfred in die Peter GmbH, wenn die 40% Anteile der Peter GmbH anschließend in die Alfred Holding GmbH überführt werden sollen?

Folgende Optionen werden derzeit überlegt, möglicherweise gibt es aber bessere:
Option 1:
Es wird eine Stammkapitalerhöhung der Peter GmbH durchgeführt bei der Alfred 40% als Barmittel einbringt. Außerdem werden die Assets seines Einzelunternehmens als Aufgeld eingeführt. Anschließend bringt Alfred die erhaltenen 40% Anteile an der Peter GmbH bei der Alfred Holding GmbH als Sacheinlage in die Gründung ein.

Option 2:
Alfred gründet die Alfred Holding GmbH mit 25k€ Stammkapital als Barmittel. Er bringt anschließend die Assets seines Einzelunternehmen als Einlage ohne Kapitalerhöhung in die Alfred Holding GmbH ein. Das Einzelunternehmen wird anschließend aufgelöst.
Die Peter GmbH macht eine Stammkapitalerhöhung, bei der sich die Alfred Holding GmbH mit 40% in Bar beteiligt. Anschließend werden die "Einzelunternehmen-Assets" der Alfred Holding GmbH an die Peter GmbH veräußert.

Diese beiden Optionen waren nur erste Vorschläge. Welchen Weg sollte unter dem Kostenaspekt am ehesten genutzt werden? Wären andere Optionen möglicherweise zielführender als die aufgeführten?

Ich freue mich sehr über ein Antwort!
Mit besten Grüßen
04.02.2017 | 14:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Hier sind für beide Optionen die §§ 20, 21 UmwStG beachten. Insbesondere die Frage, wie das einzubringende Einzelunternehmen zu bewerten ist, wird durch diese Paragrafen bestimmt.

Hier erscheint mir die erste Lösung die an sich schlüssigere, da Sie bei der Stammkapitalerhöhung tatsächlich durch Bareinlage Anteile an der Peter GmbH erwerben würden.

In ständiger Rechtssprechung des BFH würden Sie sodann aus § 20 Abs. 2 UmwStG das Einzelunternehmen im Wege der Buchwertfortführung einbringen können. Es würden keine stillen Reserven aufgedeckt.

Das Problem der stillen Reserven ist aus meiner Sicht der Hauptgrund, warum der Asset Deal der Option 2 für Sie nicht von Vorteil sein kann.

DArüber hinaus wäre bei der Option 1 keine Werthaltigkeitsbescheinigung zu erstellen, auch hier würde sich das Kostenrisiko minimieren.

Daher erscheint mir abschließend, ohne die Unternehmen und die Begleitumstände zu kennen, Option 1 sinnvoll. Der Prozess sollte aber von einem versierten Kollegen oder einer versierten Kollegin begleitet werden, die Sie weiterführend rechtlich beraten könnte, da es hier noch einige Fallstricke gibt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.

Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2017 | 15:05

Sehr geehrter Herr Park,

vielen Dank für Ihre Antwort. Wir werden zu diesem Thema selbstverständlich weiterführend beraten lassen, aber für uns ist es wichtig uns hier eine zweite Meinung einzuholen und daher freuen wir uns sehr über Ihre Einschätzung.

Ich hätte dazu noch Fragen:
1. An welchen Stellen würden in gesamten Prozess Steuern anfallen? Oder ist dies steuerneutral möglich?

2. Wie würde Herr Alfred am kosteneffizientesten die privat-gehaltenen Anteile an der Peter GmbH anschließend in die Alfred Holding GmbH einbringen? Sollte dies im besten Fall direkt zum Gründungszeitpunkt passieren?

Danke nochmal und mit besten Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2017 | 17:32

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

1. Steuerneutral dürfte dies nicht zu schaffen sein, an welcher Stelle hier Steuern anfallen kann beim besten Willen noch nicht beurteilt werden, da hier noch zu viele Gestaltungsmöglichkeiten offen stehen.

2. Grundsätzlich kann dies auch bereits in der Gründungszeit passieren, doch erscheinen mir hier zu viele Unbekannte in der Gleichung, so dass eine verlässliche Aussage durch den noch von Ihnen zu konsultierenden Rechtsanwalt getroffen werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

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