Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.524
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einbau einer Fußbodenheizung, Umbau bodengleiche Dusche statt Wanne


| 13.11.2014 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Wir haben in unserer Eigentumswohnung (Baujahr 1965) das Bad (4,25 qm) altersgerecht modernisiert, indem wir statt einer Badewanne eine bodengleiche Dusche einbauen lassen haben. Außerdem haben wir neben einem neuen Heizkörper eine Fußbodenheizung (600 Watt) an die Gas-Zentralheizung einbauen lassen.
Wir haben vor dem Umbau der Ablesefirma nach telefonischer Beratung die entsprechenden Daten schriftlich zukommen lassen, aber unsere Verwaltung nicht informiert.
Das bedeutet - wie wir jetzt zur Kenntnis nehmen müssen, dass wir gegen die Hausordnung verstoßen haben.
Darin steht:
"Die vorhandene Zentralheizung darf nicht eigenmächtig verändert werden. Bei Veränderungen muss die Zustimmung des Verwalters und die Heizkostenabrechnungsfirma informiert werden."
Uns war bekannt, dass diese Mondernisierung: bodengleiche Duschen und/oder Fußbodenheizung im Bad in anderen Wohnungen unserer Anlage bereits durchgeführt waren.
Wir beabsichtigen, jetzt nachträglich die Verwaltung zu informieren.
Welche Folgen können dabei für uns herauskommen? Kann die WEG uns zwingen, die Fußbodenheizung wieder auszubauen? Wir haben Fußboden und Wände neu fliesen lassen.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Einbau einer Fußbodenheizung stellt einen wesentlichen ändernden Eingriff in das im Gemeinschaftseigentum stehende System der Zentralheizung dar, daher hätte es hierfür auch ohne Berücksichtigung der klarstellenden Klausel in der Hausordnung gemäß § 22 Abs. 1 WEG der Vereinbarung oder Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft bedurft (vgl. OLG Karlsruhe, 27.08.1986 - 11 W 39/86).

Theoretisch kann die Eigentümergemeinschaft sogar den Rückbau der ungenehmigt eingebauten Fußbodenheizung verlangen. Eine Rückbaupflicht würde allerdings voraussetzen, dass die Gemeinschaft durch den Einbau objektiv beeinträchtigt wird und diese Beeinträchtigung nicht außer Verhältnis zu den Kosten eines Rückbaus steht. Zudem könnte ein Rückbauverlangen rechtsmißbräuchlich sein, wenn bereits andere Wohnungen eine Fußbodenheizung genehmigt bekommen haben und daher auch bei Ihnen die Zustimmung grundsätzlich hätte erteilt werden müssen.
Realistischer ist es daher hier, dass eine Lösung gefunden wird, die einen etwaigen Mehrverbrauch zu Lasten der Gemeinschaft aufgrund der Fußbodenheizung berücksichtigt und Ihnen eine entsprechend höhere Kostenlast auferlegt. Da von einer Fußbodenheizung im Sondereigentum in der Regel außer evt. erhöhtem Verbrauch keine weitere Beeinträchtigung für die anderen Eigentümer ausgehen, blieben die beidseitigen Interessen mit dieser Lösung gewahrt.

Der Austausch einer Badewanne betrifft dagegen regelmäßig nur das Sondereigentum und ist daher auch ohne Zustimmung der Eigentümergemeinschaft zulässig.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 14.11.2014 | 08:54


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die Auskunft. Erleichtert werden wir wohl erst sein, wenn wir die nächste Eigentümerversammlung "überlebt" haben und die Fußbodenheizung genehmigt sein wird.
Mit freundlichen Gruß
"
FRAGESTELLER 14.11.2014 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57101 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
kompetent und ehrlich! Man hat den Eindruck es geht Herr Bohle auch wirklich um das Wohl des Klienten. Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Abwägung eigener Interessen mit denen der Gegenseite hat Herr Fork gut gelöst. Verständlich und stets freundlich löst er nicht nur Probleme, sondern regt so zum eigenständigen Denken an, das dieser mitläuferischen Gesellschaft ... ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Mit der Möglichkeit der gezielten Nachfrage wurde die Fragestellung letztlich eindeutig (und sehr schnell) beantwortet. Sehr gut. ...
FRAGESTELLER