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Eigentumswohnung an eine Studenten-WG vermieten


| 30.11.2014 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich möchte meine Eigentumswohnung an eine Studenten-WG mit 4 Personen vermieten. Dazu möchte ich ein Gäste-WC zusätzlich einbauen lassen.

Frage 1: kann mir der Verwalter oder die Eigentümergemeinschaft diese Art der Vermietung generell verbieten? Die Bewohnerstruktur der Anlage ist gemischt. Die WG-Mitglieder können theoretisch mehrmals im Jahr wechseln.
Frage 2: benötige ich für den Einbau vom Gäste-WC die Zustimmung des Verwalters, bzw. bin ich dazu verpflichtet, den Verwalter darüber zu informieren?
Frage 3. Laut Teilungserklärung hat der Eigentümer bei Vermietung dem Verwalter auf seine Anforderung eine Kopie des Mietvertrages zu überlassen – muss eine solche Anforderung begründet sein? Wenn ja, wann besteht ein berechtigtes Interesse? (Im Falle einer WG könnten es vier separate Mietverträge sein, die dazu mehrmals jährlich neu erstellt werden - s. o.).

Vielen Dank im Voraus.

Nachfolgend sind die relevanten Passagen aus der Teilungserklärung:

„Der Eigentümer kann die in seinem Sondereigentum (SE) stehenden Räume vermieten oder anderen zum Gebrauch überlassen. In diesem Fall haftet er für Verstöße des Mieters oder sonstiger Berechtigter gegen die Bestimmungen der Gemeinschaftsordnung und der Hausordnung wie für eigenen Verstöße. Der ET hat bei Vermietung dem Verwalter unverzüglich schriftlich den Namen des Mieters zu benennen, auf Anforderung des Verwalters eine Kopie des Mietvertrages zu überlassen, dem Mieter mit dem Mietvertrag die jeweils geltende Fassung der Hausordnung zu überlassen und diese zum Gegenstand des Mietvertrags zu machen und die diesbezüglichen Hinweise des Verwalters zu beachten.
Wohnungen dürfen zu anderen als Wohnzwecken, insb. zu gewerblichen oder beruflichen Zwecken, nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verwalters genutzt, vermietet, verpachtet oder auf sonstige Weise nicht nur vorübergehend Dritten überlassen werden. Der Verwalter darf die Zustimmung von der Vorlage einer entsprechenden Zweckentfremdungsgenehmigung abhängig machen.
Die Zustimmung darf unter Auflagen erteilt, verweigert oder widerrufen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dies ist insb. der Fall, wenn die beabsichtigte Nutzung eine unzumutbare Beeinträchtigung anderer Wohnungseigentümer oder Hausbewohner befürchten lässt oder wenn sie den Charakter des Wohnhauses beeinträchtigt.
Alle Nutzungs- und Benutzungsrechte dürfen nur so ausgeübt werden, dass kein anderer Miteigentümer oder Hausbewohner über das bei geordnetem Zusammenleben unvermeidbare Maß hinaus beeinträchtigt wird.
Bauliche Veränderungen in und an Räumen, die im SE stehen, wie Um- und An- und Einbauten und deren spätere Beseitigung sowie größere Installationen bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Verwalters. Der Verwalter kann die Zustimmung nur versagen, wenn sie oder ihre Vornahme sich auf das gemeinschaftliche Eigentum und seine Benutzung oder auf das SE anderer Raumeigentümer nachteilig auswirken oder die Maßnahme des Eigentümers gegen einen bestehenden Beschluss der EG erfolgt (z.B. Einbau einer Einzelheizung) [die entsprechenden Beschlüsse sind nicht bekannt]. … Jeder Wohnungseigentümer ist berechtigt, ohne Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer und des Verwalters nicht tragende Trennwände innerhalb seines Wohnungseigentums bzw. SE zu entfernen oder zu verändern."

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1: kann mir der Verwalter oder die Eigentümergemeinschaft diese Art der Vermietung generell verbieten? Grundsätzlich nicht. Hier ist eine Vermietung zum Wohnzwecken gegeben. Sie haften allerdings für die Verstöße Ihre Miete gegen die Hausordnung.

Frage 2: benötige ich für den Einbau vom Gäste-WC die Zustimmung des Verwalters, bzw. bin ich dazu verpflichtet, den Verwalter darüber zu informieren? Nach Ihrem WEG - Vertrag müssen Sie vor dem Umbau eine Genehmigung einholen. Ist die Genehmigung erteilt, so müssen Sie den Abschluss der Arbeiten nicht anzeigen.

Frage 3. Laut Teilungserklärung hat der Eigentümer bei Vermietung dem Verwalter auf seine Anforderung eine Kopie des Mietvertrages zu überlassen – muss eine solche Anforderung begründet sein? Wenn ja, wann besteht ein berechtigtes Interesse? Das berechtigte Interesse folgt bereits aus der Stellung und den Aufgaben des Verwalters. Daher müssen Sie den Verwalter eine Kopie des Mietvertrages zukommen lassen. Die nicht für die Ausübung der Verwaltertätigkeit notwendigen Informationen können (z. B. Mietpreis usw.) können Sie hier schwärzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 30.11.2014 | 19:03


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