Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
460.184
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung vom Anwalt erhalten!

Kostenlose Einschätzung starten
Bearbeitung durch erfahrene Anwälte
Bundesweite Mandatsbearbeitung
Rückruf erfolgt noch heute.
KEINE KOSTEN

Eigentum nach Trennung


19.02.2015 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich 2010 von meinem Mann getrennt. Die gemeinsame Immobilie wollte ich erst übernehmen, habe 2011 Einbauten im Wert von gut 30.000,00 Euro (Rechnung ist vorhanden) vorgenommen um mir eine neue Existenz aufzubauen, zuzüglich weiterer 20.000,00 € in jedoch fest integrierte Bauteile (Betonboden, Fenster, Dach etc.) wie meiner Arbeitsleistung.

Anlässlich der Scheidung 2012 zahlte mir mein Exmann einen Geldbetrag aus, welchen meine Eltern erst kurz vor der Trennung an mich zahlten (notariell beurkundete Schenkung an mich).
Weiterhin zahlte er zunächst für zwei Jahre befristet für die von ihm festgelegte Dauer meiner Existenzgründung monatlichen Unterhalt. Dieser floss zu mindestens 80% in den Umbau des Hofes ein wie auch in weitere Verschönerungen, Versorgung und erforderlichen Ausbau von Haus, Hof und den weitläufigen Gartenanlagen, welche ich erbrachte.

Wir hatten zu dieser Scheidung keinen Anwalt, ich verzichtete auf Unterhalt und Versorgungsausgleich, mein Exmann ist gut verdienender Mediziner, er war jedoch bereits zu unserem Kennenlernen hoch verschuldet, er ist schon einmal geschieden mit hoher Unterhaltszahlung für jene Exfrau. Daher wollte ich weiter nichts als "freundschaftlich" geschieden und "frei" zu sein.
Gut eineinhalb Jahre zuvor erlitten wir einen dramatischen und traumatisierenden Unfall, er wäre fast gestorben, war schwerst verletzt, ich blieb körperlich unverletzt jedoch psychisch sicher extremst belastet mit lange währendem Trauma. Ich beanspruchte ambulante psychologische Hilfe zur Bewältigung. In dieser Zeit seiner gut neun Monate dauernden Genesung war ich nicht berufstätig, betreute den vollständigen Wiederaufbau der zu der Zeit des Unfalls gerade entkernten Immobilie alleine. Ich wurde von seiner Familie regelrecht verfolgt und gemobbt, des Unfalls für schuldig befunden, es war zwei Jahre lang unerträglich - bis zur Trennung.
Ich bin dann Dezember 2012 weggezogen, habe meine Anteile an der Immobilie notariell unentgeltlich an meinen Exmann abgetreten, die Immobilie soll seit 2012 im hochpreisigen Bereich verkauft werden.
Wir hatten die mündliche Abmachung, das ich meine eingebauten Elemente wieder ausbaue, also diese mein Eigentum bleiben. Sofern ein Käufer unbedingtes Interesse an den Einbauteilen habe, so wollte ich diese überlassen. Dies empfand ich als meine Unterstützung an einer gütlichen Trennung, wie auch hier noch ein "Bonbon" an Immobilien-Attraktivität für einen guten Verkauf beizusteuern.

Nun sind über zwei Jahre vergangen das ich ausgezogen bin. Die Immobilie ist noch immer nicht verkauft. Ich habe meinen Exmann darauf angeschrieben, das ich meinerseits den Ablauf der zwei Jahre ebenso als Ende einer Frist ansehe, wie er sie mir zur Existenzgründung auf dem Hof zugestanden hat und ich nun mein Eigentum gerne wieder zu meiner Verwendung zurück haben möchte.
Er jedoch verweigert die Herausgabe der von mir hinterlassenen Gegenstände. Zwar gab er per E-Mail unsere Abmachung zu und das er "die Herausgabe erwogen hat", aber er betrachte diese Teile heute als zu der Immobilie gehörig, mit welcher ich ja nichts mehr zu tun habe.

Ich empfinde das als Betrug an mir, ich habe diese Aufwendungen nach der Trennung erbracht und sehe es als mein Eigentum an, auf das ich wirklich nicht verzichten möchte.

Nun erbitte ich also eine juristische Beurteilung dieser Eigentumsfrage und einen Rat der weiteren Vorgehensweise.

Vielen Dank & beste Grüße.
19.02.2015 | 14:12

Antwort

von


829 Bewertungen
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier kommt es ganz darauf an, um was für Einbauten es sich handelt.

Sind des Einbauten, die fest mit dem Haus verbunden sind und nicht ohne Weiteres - insbesondere nicht ohne einen Substanzeingriff - entfernt werden können, dann sind diese Einbauten fester Bestandteil des Hauses und damit Eigentum des Exmannes, der alleiniger Eigentümer der Immobilie ist.

Handelt es sich hingegen um Einbauten, die nicht derart fest verbunden sind, sodass man sie auch problemlos entfernen kann, dann sind diese nicht zwangsläufig in das Eigentum Ihres Exmannes übergegangen.

Hier muss man dann zunächst darlegen und beweisen, dass es sich tatsächlich um Ihr Eigentum bei diesen Einbauten handelt.

Bestreitet ihr Exmann dies, sind Sie dahingehend belastet, den Nachweis zu erbringen.

Dann ist die mündliche Absprache zwischen Ihnen auch durchaus verbindlich und es besteht ein Anspruch auf Herausgabe.

Problematisch ist dann nur die Beweislage. Ihr Exmann kann eine solche Abrede bestreiten und Sie müssten diese dann beweisen.

Zunächst muss man also die Beschaffenheit der Einbauten in Erinnerung rufen und dann prüfen, in wessen Eigentum diesen rein juristisch stehen.

Davon hängt dann das weitere Vorgehen ab.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2015 | 14:29

Sehr geehrter Herr Schwerin,
besten Dank für Ihre Auskunft. Es handelt sich um verschraubte Einbauten, die durch lösen der Schrauben entfernbar sind ohne Schaden an der Substanz zu hinterlassen - lediglich Bohrlöcher üblicher Dimension.
Als Beweis meines Eigentums habe ich die auf mich lautende Rechnung über den Erwerb der Teile.
Mein Exmann schrieb mir kürzlich folgendes bezüglich der Abmachung, Zitat: "Nur für den Fall, dass ein Käufer keine Verwendung für die Boxen hätte, haben wir eventuell eine Rückgabe in Betracht gezogen". Das ist seine Formulierung, von "eventuell" hatten wir natürlich nichts vereinbart. Diese seine Email liegt mir vor. Einen Käufer gibt es nach zwei Jahren noch immer nicht. Das Eigentum an den eingebauten Pferdeboxen (eher eine Luxusvariante) liegt doch wohl nicht im Ermessen eines imaginären Käufers?

Wie leite ich nun die Übernahme meines Eigentums ein - anwaltlich? Und zu welchen Kosten?

Vielen Dank & beste Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2015 | 14:40

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Rechnungen allein sind kein Eigentumsnachweis, haben aber Indizwirkung.

Sie sollten dann Ihren Exmann schriftlich auffordern, die Einbauten vereinbarungsgemäß herauszugeben.

Setzen Sie ihm dazu eine Frist.

Reagiert er nicht entsprechend sollte man erwägen, anwaltlich und oder gerichtlich vorzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

829 Bewertungen

Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Zivilrecht, Miet und Pachtrecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 55704 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort kam schnell, war kurz und klar. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr schnelle und detaillierte Antwort. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Danke, genau was ich wissen wollte. ...
FRAGESTELLER