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Eigentuemer beschaedigt Tiefgaragentor


| 27.12.2014 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um einen Versicherungsfall (neu für alt) im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft nach WEG.


Guten Tag. Ein Miteigentuemer unseres Hauses ist mit dem Auto am Tiefgaragentor hängen geblieben. Dadurch ist der Motor beschaedigt worden und nach 9 Jahren nicht mehr reparierbar. Reparatur hat ca. 1600 Euro gekostet. Seine Versicherung uebernahm nun nur den Zeitwert fuer die Reparatur 800 Euro. Die restlichen 800 Euro sollen nun die restlichen Eigentümer uebernehmen. Ist das zulaessig ? Das ist doch sein Problem wenn seine Versicherung nicht alles bezahlt. Freue mich auf eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
A. L.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ob die Versicherung zahlt oder nicht zahlt und mit welcher Quote ist in der Tat nicht Ihr Problem und auch nicht meines, da ich Sie berate und nicht den Versicherungsnehmer.

Der verursachende Miteigentümer haftet für sein schuldhaftes bzw. als Fahrzeughalter auch ggf. schuldloses (§ 7 StVG) Verhalten der Eigentümergemeinschaft gegenüber alleine für die Beseitigung des Schadens.

Wenn im Rahmen der Schadensbeseitigung ein neuer Motor eingebaut werden „muss" („nicht mehr reparierbar" kann man auch in Frage stellen - Notwendigkeit hat der Schädiger darzulegen -) gelten allerdings die Grundsätze des Abzugs neu für alt, d.h., die Eigentümergemeinschaft muss sich den Vorteil des höheren Wertes der neuen Sache schadensmindernd anrechnen lassen.

Dieser Abzug bestimmt sich nach der Relation der Nutzungsdauer der alten und der neuen Sache oder der erreichten und der üblicherweise erreichbaren Lebensdauer. Dies ist für jeden Einzelfall zu bestimmen. Der Vorteil für die Eigentümergemeinschaft muss aber deutlich messbar und auch zumutbar sein.

Das ist eine Wertungsfrage, die mangels Anschauung vor Ort nur geschätzt werde kann. Ich würde meinen, dass sich die Eigentümergemeinschaft deutlich weniger als 50 % schadensmindernd anrechnen lassen muss, ggf. sogar gar nichts, wenn die Lebensdauer der Motoren „neu oder alt" nicht zu spezifizieren ist.

Verweigern Sie daher zunächst den von Ihren geforderten Anteil und fordern Sie Darlegung und Spezifizierung durch den Schädiger. Der mag das dann mit seiner Versicherung ausmachen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 08.01.2015 | 14:48


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