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Eigenständig Schadensersatz fordern oder Anzeige wegen Betrug?


04.11.2004 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Der Fall:
Ich bin Mitarbeiter eines Verlags. Von einer angeblichen Zeitschrift wurden bei uns Bücher zur Rezension angefordert, die wir auch versandt haben. Nun stellt sich heraus, das der Anforderer die Bücher gar nicht rezensiert hat, sondern es ihm nur darum ging, die Bücher kostenlos zu bekommen. Die Bücher selbst verkauft er über Amazon und macht dies offenbar in großem Stil, denn erhat schon viele positive Bewertungen erhalten. Uns macht er damit auch noch Konkurrenz, denn er verkauft völlig intakte Bücher unter Bruch der Preisbindung billiger.

Fragen:
Liegt hier Betrug vor?
Was ist zu tun?
Können wir dem Täter anbieten, dass wir gegen eine Zahlung eines Betrages X auf eine Anzeige wegen Betrugs verzichten, oder machen wir uns mit diesem Angebot evtl. selbst strafbar im Sinne einer Erpressung?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

das Vorgehen des Anforderers stellt eindeutig einen Betrug gem. § 263 StGB dar, da er in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen Ihr Vermögen dadurch beschädigt hat, daß er durch Vorspiegelung falscher Tatsachen bei Ihnen einen Irrtum erregt hat, durch den Sie zu einer Vermögensverfügung veranlasst worden sind.

Von dem geschilderten Angebot würde ich absehen, da damit der Tatbestand einer Erpressung oder Nötigung erfüllt sein könnte. Hintergrund: Der Betrug ist ein Straftatbestand, der von Amts wegen verfolgt wird, also ohne Strafantrag. Mit dem Angebot würden Sie den Eindruck vermitteln, Sie könnten eine Strafverfolgung vermeiden. Das wäre aber nur der Fall, wenn neben der Strafanzeige auch ein Strafantrag erforderlich wäre. Bei Ihrem Angebot würde damit, wie das Gesetz es nennt, eine verwerfliche Relation zwischen dem verfolgten Zweck und dem eingesetzten Mittel vorliegen.

Sie sollten lieber auf zivilrechtlichem Wege Schadensersatzansprüche gegen den Täter geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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