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Eigenheimzulage auf neuem Objekt


| 27.08.2006 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,
mein Lebenspartner und ich haben 2001 eine Eigentumswohnung gekauft und jeder 50% der Eigenheimzulage beantragt. Dieser Beantragung wurde stattgegeben, allerdings lag ich in den folgenden Jahren über der Einkommensgrenze, so daß ich in 2004 die Eigenheimzulage (50% von Gesamt) zurückzahlen musste. Mein Lebenspartner hat die hälftige Eigenheimzulage weiter erhalten, da wir ja lt. Lebenspartnerschaftsgesetz nicht gemeinsam veranschlagt bzw. steuerrechtlich wie Singles betrachtet werden bzw. auch zu der Zeit, als es das Lebenspartnerschaftsgesetz nicht gabe und die LPS auch nicht begründet war eigentlich nur als Eigentümergemeinschaft gegolten haben. Nunmehr haben wir dann aber im August 2004 ein Haus gekauft und die geförderte Eigentumswohnung im Mai 2005 verkauft; Wohnung und Haus war jeweils auch unser Wohnsitz (Eigennutzung) und ist es heute noch (Haus). Nach Rücksprache mit dem Finanzamt wurde in 2005 dann auch die Eigenheimzulage auf dieses neue Objekt übertragen. Nun fordert das Finanzamt auch von meinem Lebenspartner die Eigenheimzulage für 2004 und 2005 zurück, da er mit rd. 74.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen über der "neuen" Bemessungsgrundlage mit rd. 70.000 Euro innerhalb von 2 Jahren liegt.

Meine Frage ist nun: Wir haben mal gehört, daß die "kritischen" Jahre die ersten beiden Jahre nach der Beantragung seien. Wenn man danach die Bemessungsgrundlage überschreitet wäre das nicht problematisch für die Eigenheimzulage. Ist dem so oder wie verhält sich dieser Aspekt? Offenbar gelten auch nicht die damaligen Bemessungsgrundlagen der Erstbeantragung, die noch rd. 81.000 Euro innerhalb von 2 Jahren betrugen. Wurde mir der Umschreibung der EHZ in 2004 sozusagen die "neue" Gesetzesgebung in den Vorgang mit eingebracht? Welche Chancen haben wir die EHZ dennoch zu erhalten, also den Bescheid anzufechten oder Widerspruch einzulegen?

Vielen Lieben Dank!
Holger Nils
Sehr geehrter Fragesteller,

mit dem Verkauf der Eigentumswohnung und dem Erwerb des neuen Hauses lief die Eigenheimzulage für die Wohnung aus und Sie mußten für das neue Haus eine neue Eigenheimzulage beantragen. Diese neue Eigenheimzulage wird nun zwar nur noch für den bei der ersten Wohnung nicht verbrauchten Förderzeitraum gewährt, da die Zulage generell nur für einen Förderzeitraum von maximal acht Jahren gewährt wird, dies ändert freilich nichts daran, dass es sich hier um einen neuen Antrag handelt. § 7 Satz 2 EigZulG bestimmt insoweit: "Das Folgeobjekt ist ein eigenständiges Objekt im Sinne des § 2."

Dies bedeutet, dass insoweit für die Förderung des Hauses auf die Rechtslage von 2004 abzustellen ist. Nach den 2004 maßgeblichen Bestimmungen kann die Eigenheimzulage ab dem Jahr (Erstjahr) in Anspruch genommen werden, in dem die Summe der positiven Einkünfte des Erstjahrs zuzüglich der Summe der positiven Einkünfte des vorangegangenen Jahrs (Vorjahr) 70.000 Euro nicht übersteigt.

Maßgeblich für eine Bewilligung ist daher stets das Einkommen im Jahr der Antragstellung und des Vorjahres maßgeblich. Wird die so ermittelte Einkommensgrenze einmal unterschritten, wird die Eigenheimzulage gewährt, auch wenn die Grenze in den Folgejahren (wieder)überschritten wird.

Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie im Jahr 2004 von der Wohnung in das neu erworbene Haus umgezogen. Damit steht Ihnen aber für 2004 noch die Förderung für die Eigentumswohnung (und damit auch zu den alten Bedingungen und Einkunftsgrenzen) zu. Die Eigenheimzulage für das neue Haus beginnt gemäß § 7 EigZulG erst mit Ablauf der Förderung für das erste Objekt, also erst ab 2005. Hier sollten Sie überprüfen, ob dies vom FA auch so gehandhabt wurde, denn dann wäre Ihrem Lebenspartner zumindest die Eigenheimzulage für 2004 noch zu gewähren.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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