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Eigenheimförderung / Zuordnung der Kinder


| 08.11.2008 00:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Lebensgefährte und ich haben gemeinsam ein Eigenheim gebaut, das uns beiden jeweils zur Hälfte gehört. Der Bauantrag wurde 2005 gestellt, so dass wir nach dem Einzug 2007 noch Anträge auf Eigenheimförderung für uns und die beiden gemeinsamen Kinder stellen konnten.
Die Einkünfte meines Lebensgefährten liegen für 2007 und 2008 deutlich unter der Bemessungshöhe von 70.000 € für Alleinstehende, meine Einkünfte liegen, wie die Einkommensteuererklärung für 2007 ergeben hat, hochgerechnet auf zwei Jahre knapp über 100.000 €, d.h. ich bekomme die Eigenheimzulage nur, wenn mir die 30.000 €, um die das Einkommen je Kind höher sein darf, voll zugeordnet werden.



Mein Lebensgefährte möchte daher zukünftig nur die halbe Eigenheimförderung beantragen und ich die andere Hälfte plus der beiden vollen Kinderzulagen. Doch das akzeptiert das Finanzamt nicht. Die Zuordnung der Kinder erfolgt nach Angaben des Finanzamtes immer hälftig, d.h. mein Lebensgefährte bekommt eine halbe Eigenheimzulage plus zwei halber Kinderzulagen und ich habe keinen Anspruch auf Eigenheimförderung, wodurch auch die andere Hälfte der Kinderzulagen entfällt.
Meine Frage:
Können wir nicht einvernehmlich entscheiden, wer die Kinderzulage beantragt und wem die Kinder damit auch für die Errechnung der Bemessungsgrundlage zugeordnet werden? Schließlich liegt unser Familieneinkommen ja unter den insgesamt für uns vier zulässigen Einkommensgrenzen.
Für Alternativvorschläge zu einer Schnellhochzeit bis Ende des Jahres wären wir dankbar.
Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit einer etwaigen Möglichkeit zur Erlangung der vollen Eigenheimzulage Stellung:

Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass aufgrund der ausdrücklichen Bestimmung des § 9 Abs. 5 Satz 3 Eigenheimzulagegesetz leider keine Möglichkeit besteht, einvernehmlich zu entscheiden, wer die Kinderzulage beantragt und wem die Kinder für die Errechnung der Bemessungsgrundlage zugeordnet werden.

Vielmehr enthält § 9 Abs. 5 Satz 3 Eigenheimzulagegesetz eine zwingende und nicht im Ermessen des Antragstellers oder des Finanzamtes liegende Verteilungsregelung dahingehen, dass bei jedem Anspruchsberechtigten die Kinderzulage zur Hälfte anzusetzen ist, wenn mehrere Anspruchsberechtigte Eigentümer einer Wohnung sind und zugleich für ein Kind Anspruch auf die Kinderzulage haben.

Der Umstand, dass Ihr Familieneinkommen unter den insgesamt für Ihre Familie geltenden Einkommensgrenzen liegt, ist daher leider unerheblich.

Denn eine Zusammenrechnung und damit eine echte Berücksichtigung als Familie kommt gem. § 5 Satz 2 Eigenheimzulagegesetz lediglich bei Verheirateten in Betracht.

Selbstverständlich wäre daher eine Hochzeit noch im Jahr 2008 für Zwecke des vollen Erhalts der Eigenheimzulage zu erwägen und unproblematisch durchzuführen. Allerdings würde auch dies nicht dazu führen, dass Sie bereits ab 2007 die volle Eigenheimzulage erhalten würden. Denn durch die erst in 2008 erfolgende Heirat würde sich das Erstjahr der vollen Gewährung gem. § 5 Satz 2 Eigenheimzulagegesetz auf 2008 verschieben.

Als Alternative sollte m.E. vorrangig geprüft werden, ob es nicht irgendwelche Möglichkeiten gibt, durch die Geltendmachung weiterer Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen Ihr zu versteuerndes Einkommen im Erstjahr 2007 zusammen mit dem Vorjahr 2006 unter die Grenze von 100 TEUR zu verschieben. Dies scheint mir daher erwägenswert, da Sie mitteilen, die Einkommensgrenze von 100 TEUR (70 TEUR + 2 * halbe Grenze für die Kinder von je 15 TEUR) nur knapp zu überschreiten.

Sofern daher der Einkommensteuerbescheid 2007 und evtl. 2006 noch nicht bestandskräftig sein sollte, wäre die Einlegung eines Einspruchs mit Geltendmachung weiterer Kosten dann sinnvoll, wenn Sie irgendeinen Ansatzpunkt für die Geltendmachung weiterer Kosten sehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht
Bewertung des Fragestellers 10.11.2008 | 18:38


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"Eine kompenente und verständliche Antwort, wenn auch im Ergebnis unerfreulich."