Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
475.073
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenbedarfskündigung zur Wohnungszusammenlegung


13.11.2008 11:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir sind eine Familie mit einem Kind (3 Jahre) und wohnen auf 46 qm zur Miete.

Wir besitzen seit 2 Jahren eine unbefristet vermietete Eigentumswohnung mit 39 qm in einem Mehr-Familienhaus. Meine Eltern wohnen auch in diesem Haus.

Wir haben jetzt die Möglichkeit eine leere Nachbarwohnung (40 qm) von unserer Eigentumswohnung zu kaufen und diese mit unserer Eigentumswohnung zusammenzulegen. Die Eigentümergemeinschaft hat zugestimmt und eine notwendige Baugenehmigung wird erteilt.

Liegt hier ein hinreichender Grund für eine Kündigung wegen Eigenbedarfs vor?
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Eine Kündigung ist möglich, wenn Sie ein „berechtigtes Interesse" daran haben. Der Eigenbedarf hat die Betonung auf "Bedarf", d.h. der Wunsch allein, die vermietete Wohnung künftig selbst zu nutzen, reicht nicht aus. Vielmehr müssen Sie als Vermieter „vernünftige" und „nachvollziehbare" Gründe dafür haben, dass Sie ausgerechnet die vermietete Wohnung zu Wohnzwecken benötigen.

Die von Ihnen dargestellte Situation stellen grundsätzlich solche Gründe dar, so dass eine Eigenbarfskündigung gerechtfertigt sein kann. GGf. ist aber zu beachten, dass ein Rechtsstreit nicht ausgeschlossen werden kann, so dass es sich empfiehlt, die Kündigung durch einen Rechtsanwalt aussprechen zu lassen. Häufig werden Eigenbedarfskündigung durch die Vermieter aufgrund verschiedener Gründe unwirksam ausgesprochen, so dass sich die anwaltliche Vertetung in der Regel rechnet.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2008 | 11:39

Wenn wir die Nachbarwohnung kaufen, dann ja mit dem alleinigen Ziel der Zusammenlegung.

Könnte dies für uns negativ bewertet werden mit dem Argument, dass man ja direkt eine größere Wohnung hätte mieten/kaufen können.

Welchen Einfluß hat die Tatsache, dass die Eltern im Haus Wohnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2008 | 11:53

Sehr geehrter Fragesteller,

das Hauptargument für den Eigenbedarf liegt in der Zusammenlegung der Wohnungen. Hier kann Ihnen nicht entgegengehalten werden, dass Sie auch eine größere Wohnung hätte kaufen können. Auch die Nähe zu Ihren Eltern kann im Einzelfall ein vernünftiger Grund sein und ein berechtigtes Interesse rechtfertigen. Im Einzelfall kann bereits die bessere Lage einer Wohnung den Eigenbedarf begründen.

Zwingend erforderlich ist, das die Gründe in der Kündigung angegeben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58904 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles verstanden und prima erklärt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreich. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, klar und mit OLG-Urteilen belegt ...
FRAGESTELLER