Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.191
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenbedarf, Kündigungssperrfrist § 557a BGB in der Zwangsversteigerung


15.12.2014 15:14 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Ausgangslage:
Es wird ein Zweifamilienhaus zwangsversteigert. Die aktuellen Mieter wohnen seit dem Jahr 2010 bzw. 2011 in dem Gebäude. Im Jahr 2012 erfolgte die Aufteilung des Gebäudes gem. § 8 WEG in 2 Wohneinheiten (EG und DG). Ich möchte gerne in der Zwangsversteigerung auf das Gesamtobjekt mitbieten und bei Zuschlag die Wohnung im EG eigennutzen (Eigenbedarf anmelden). Es greift jedoch aufgrund der nachträglichen Umwandlung in Wohnungseigentum der § 577a BGB mit einer Kündigungssperrfrist von mind. 3 Jahren.

Fragen:
1) Kann ich im Rahmen der Zwangsversteigerung nach Zuschlag die Kündigungssperrfrist durch das Sonderkündigungsrecht gem. § 57a ZVG umgehen?
2) Gibt es eine Ausnahmeregelung bei Zweifamilienhäuser (wie bei Einfamilienhäuser), wodurch keine Sperrfrist besteht, insbesondere wenn das Gesamtobjekt erworben wird?
3) Gibt es alternative Möglichkeiten z.B. Mietaufhebungsvertrag mit dem Mieter im EG, wenn der derzeitige Eigentümer das Gesamtobjekt vor der Zwangsversteigerung verkaufen will?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
" Kann ich im Rahmen der Zwangsversteigerung nach Zuschlag die Kündigungssperrfrist durch das Sonderkündigungsrecht gem. § 57a ZVG umgehen?"


Nein.


§ 557a BGB geht § 57a ZVG insoweit vor. Zudem ist die kündigungssperrfrist nach § 577 a III BGB zwingend und kann nicht umgangen werden.



Frage 2:
"Gibt es eine Ausnahmeregelung bei Zweifamilienhäuser (wie bei Einfamilienhäuser), wodurch keine Sperrfrist besteht, insbesondere wenn das Gesamtobjekt erworben wird?"


Nein.

Es kommt allein darauf an, ob an vermieteten Wohnräumen nach der Überlassung an den Mieter Wohnungseigentum begründet und das Wohnungseigentum veräußert worden ist.





Frage 3:
"Gibt es alternative Möglichkeiten z.B. Mietaufhebungsvertrag mit dem Mieter im EG, wenn der derzeitige Eigentümer das Gesamtobjekt vor der Zwangsversteigerung verkaufen will?"


Das wäre natürlich möglich, da es ja in diesem Fall keiner Kündigung bedarf und somit die Kündigungssperre auch nicht eingreift.

Bei einem Mietaufhebungsvertrag vor Umschreibung im Grundbuch muss der jetzige Eigentümer zwingend an dem Vertrag mitwirken, sog. "dreiseitiger Vertrag".


Am sichersten wäre jedoch natürlich eine Übergabe einer bereits leergezogenen EG-Wohnung zum Zeitpunkt Ihres Erwerbs.




Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57042 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in sehr kurzer Zeit sehr präzise beantwortet. Das hilft mir gewaltig bei der Entscheidung zur weiteren Verfahrensweise. Eine Nachfrage war nicht nötig und ich fühle mich durch die Antwort wirklich sehr gut ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort von Herrn Raab hat mir sehr geholfen! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich hatte den Eindruck, eine sehr persönliche Beratung zu bekommen! Danke vielmals! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat den Sachstand richtig verstand und hat dementsprechend geantwortet und Argumentiert ...
FRAGESTELLER