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Ehemann Rentner PKV, Ehefrau Arbeitslos ohne Arbeitslosengeld


| 17.12.2014 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Beitragshöhe in der KVdR und der freiwilligen Krankenversicherung bei bestehender Privater Krankenversicherung des Ehegatten


Sehr geehrte Damen und Herren

Ehefrau ist Arbeitslos und erhält auch kein Arbeitslosengeld. Die Beiträge für ihre GKV und PV (zusammen 317 €) bezahle ich für sie.

Ehemann ist Rentner und PKV versichert.

Im nächsten Jahr geht meine Frau auch in Rente und wird dann wohl auch über die RV GKV versichert.

Wie wird dann der GKV-Beitrag berechnet?

Vielen Dank im Voraus für eine ausführliche Antwort.

Einsatz editiert am 17.12.2014 17:57:41

Einsatz editiert am 17.12.2014 19:12:18
17.12.2014 | 20:51

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei der Beantwortung Ihrer Frage sind zwei Alternativen auszuführen. Diese sind davon abhängig, ob Ihre Frau im Erwerbsleben zu irgendeinem Zeitpunkt in der PKV versichert war.

1. Alternative - Ehefrau war im kompletten Erwerbsleben Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse.

Der Beitrag berechnet sich in diesem Fall ausschließlich von der eigenen Rente der Ehefrau. Sie wird dann Mitglied in der sogenannten Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Der Beitragssatz beträgt in der KVdR ab dem 1.1.2015 14,6 % + dem Sonderbeitrag der entsprechenden Krankenkasse der Ehefrau. Von diesem Beitrag gewährt die gesetzliche Rentenversicherung einen Beitragszuschuss i.H.v. 7,3 %. Der Krankenkassenbeitrag wird direkt von der Rente Ihrer Ehefrau dann abgezogen. Hinzu kommt noch der Beitrag für die Pflegeversicherung von 2,35 % (bei Kinderlosigkeit + 0,25 %).

2. Alternative - Ehefrau war im Erwerbsleben auch zeitweise PKV versichert

Wenn dieses Fall seine sollte kommt es darauf an, ob seit der erstmaligen
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung (Rahmenfrist) mindestens
9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums eine Mitgliedschaft (aufgrund einer Pflichtversicherung oder freiwilligen Versicherung) oder eine Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat.

Falls somit die Zeit in der PKV im ersten Zeitraum der Erwerbstätigkeit gelegen hat, oder der Zeitraum der Mitgliedschaft in der PKV in der zweiten Hälfte der Erwerbstätigkeit die entsprechende 1/10 Reglung nicht überschritten hat, wäre die Ehefrau weiterhin Mitglied in der KVdR und die Ausführungen zu ersten Alternative würden ebenso gelten.

Falls jedoch eine längere Zeit der Mitgliedschaft in der PKV in der zweiten Hälfte der Erwerbstätigkeit vorgelegen hat, kann die Ehefrau nur freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse bleiben.

Der Beitragsatz ist im Grund ebenso wie in der PKV gleich. Jedoch wird bei der Berechung nicht nur das Renteneinkommen berücksichtigt, sondern auch Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung. (hier jedoch dann reduzierter Beitragssatz)

Im übrigen besteht dann die Problematik, dass auch die Renteneinkünfte des Ehemanns bei der Bemessung des Beitrages berücksichtig werden. Dieses ergibt sich aus den sogenannten Einheitlichen Grundsätzen zur Beitragsbemessung für freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler) des GKV Spitzenverband. Diese finden Sie unter:

http://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/grundprinzipien_1/finanzierung/beitragsbemessung/2013-11-27_Grundsaetze_Beitraege_Selbstzahler_Fuenfte_Aend_BVerfGrds.pdf

Hier ist die Berechung dann in § 2 Abs. 4 BVSzGs geregelt. Die genaue Berechnung könne Sie der entsprechenden Norm entnehmen. Bei Unklarheiten hierzu können Sie mich gerne unter der kostenlosen Nachfragefunktion kontaktieren.

Das Einkommen des Ehegatten wird jedoch nicht berücksichtigt, wenn die Einnahmen der Ehefrau die halbe Beitragsbemessungsgrenze – zur Zeit monatlich 1.968,75 Euro – oder die Einnahmen des Ehegatten übersteigen. Maximal sind dann die monatlichen Krankenkassenbeiträge von Einkünften i.H.v 2025,- € zu berechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Pierre Aust

Bewertung des Fragestellers 17.12.2014 | 21:18


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5/5.0

Die Beantwortung war sehr ausführlich und auch für mich sehr verständlich.
Vielen Dank dafür.


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