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Ehegattenunterhalt trennungsbedingter Mehrbedarf


15.09.2004 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann verklagt mich auf Ehegattenunterhalt. Kurz zu meiner Situation: K1-Student, erhält neben Kindergeld von mir 150 Euro, K2-Student, erhält neben Kindergeld von mir 150 Euro, Kind 17 Jahre, lebt bei mir im Haushalt, Kind 10 Jahre lebt bei mir im Haushalt, ich verdiene 2100 Netto, mein Mann 1700 Euro, mein Mann zahlt NICHTS an die studierenden Kinder, die auswärts leben, zur Zeit bezahlt er auch an die minderjährigen Kinder nichts, hat aber bisher eingeräumt, dass er den Regelunterhalt von ca. 450 Euro für beide Kinder anerkennt. Da ich ausgezogen bin und von meinem Haushalt fasst NICHTS mitgenommen habe, sind bei mir trennungsbedingte Mehrausgaben von ca 5000 Euro zusammmen gekommen. Theoretisch konnte ich schon recherchieren, dass meinem Mann Aufstockungsunterhalt zusteht. Nur moralisch gesehen, sehe ich es nicht ein, da mein Mann NICHTS aber auch gar NICHTS im Haushalt mithalf, sich nicht um die Erziehung der Kinder kümmerte und in den letzten Jahren uns zunehmend tyrannisierte, und unser Geld verschwendete ... Gibt es eine Möglichkeit, dass ich keinen Unterhalt zahlen muss?
Vielen Dank schon im Voraus
Lieschen
15.09.2004 | 15:45

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Lieschen,

zunächst ist darauf hinzuweisen, daß trennungsbedingter Mehrbedarf konkret nachzuweisen ist. Es kommen u.a. in Betracht: Auto, Energiekosten, Krankenversicherung, Lebenshaltungskosten, Miete, Mietnebenkosten, Prozeßkostenhilferaten, Telefon, Umzugskosten, etc.

Hinsichtlich der Unterhaltsfragen möchte ich Ihnen dringend (!) raten, einen Anwalt aufzusuchen. Die Berechnung ist äßerst schwierig.Ich werde Ihnen daher nur einige Anhaltspunkte geben.

Ich unterstelle, daß Sie beide berufstätig sind.

Ihr Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 2.100,00 €
./. berufsbedingte Aufwendungen pauschal mit 5,00% 105,00 €
anrechenbares Einkommen 1.995,00 €

Auf Seiten Ihres Mannes:
Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 1.700,00 €
./. berufsbedingte Aufwendungen pauschal mit 5,00% 85,00 €
anrechenbares Einkommen des Gatten : 1.615,00 €

In der Regel wird der Unterhalt volljähriger Kinder aus dem zusammengerechneten anrechenbaren Einkommen der Eltern berechnet.

Studenten haben einen Bedarf in Höhe von 600 €. Grundsätzlich sind beide Eltern verpflichtet, dem volljährigen Kind Unterhalt entsprechend dem Verhältnis ihrer anrechenbaren Einkünfte zu zahlen. Das anrechenbare Einkommen des Unterhaltspflichtigen
beträgt 1.995,00 €, das des Gatten 1.615,00 €

Unter Berücksichtigung des Selbstbehaltes des Unterhaltspflichtigen von 1.000,00 € und des Gatten
von 1.000,00 € errechnet sich eine Haftungsquote des Unterhaltspflichtigen von ca.
von 62 % und des Gatten von 38 %.

Daraus folgt, daß Sie dem Kind 372 EUR monatlich zahlen müssen; genauso wie dem Kind 2. Da Sie den Kindern das Kindergeld vollständig auszahlen, müsssen Sie nur 372-77 = 295 zahlen.

Also müssen Sie 2 x 295 EUR zahlen. Ihr Mann muß 192- 77 EUR = 115 EUR an die volljährigen Kinder bezahlen.

Ihr Mann wird für die beiden Kinder, die bei Ihnen leben den Tabellenunterhalt zahlen müssen, dies werden ca. 400 EUR für K3 und K4 ca. 470 EUR sein.

Ihr Mann wird aber in der Tat einen Anspruch auf Austockungsunterhalt in Höhe von ca. 390 EUR haben.

Sollten wirklich trennungsbedingte Mehrausgaben zu berücksichtigen sein, so kann sich die Berechnung ändern. Die Berechnung kann sich auch ändern, wenn Sie ehebedingte Schulden haben. Dies kann letzlich nur ein Anwalt anhand der Akten überprüfen.

Sie können mich gerne unter meiner Emailadresse anschreiben, um weitere Fragen zu klären.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
---------------------------------------------
Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
http://www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de













Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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