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Ebay - Verkäufer will nicht liefern - Erklärungsirrtum ?


10.10.2004 16:21 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo,
gestern habe ich bei einer Ebayauktion per Sofortkauf 2 PC´s zum Preis von jeweils 699,00 € erworben ( http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=5129830473). Es wurden hier 5 PC´s angeboten und auch im Angebotstext wurde mit dem besagten Kaufpreis, sogar in Verbindung mit vergleichender Werbung, geworben. Heute erhielt ich eine Mail vom Verkäufer mit dem Hinweis, daß die PC´s nicht geliefert werden könnten da bedingt durch einen Systemfehler ein falscher Preis eingegeben worden sei. Als ich diesen Systemfehler hinterfragte teilte man mir mit, daß die Falscheingabe durch einen Mitarbeiter erfolgte.
Da es sich hier wirklich um ein Schnäppchen handelt interessiert es mich brenned, ob hier ein Erklärungsirrtum vorliegt, oder ob der Verkäufer liefern muss. Schon im voraus vielen Dank für Ihre Antwort. mfg.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Durch die Annahme des Angebotes auf "Sofortkauf" ist ein wirksamer Kaufvertrag über die angebotenen PCs zum Preis von jeweils € 699,00 zustandegekommen.

Die Wirksamkeit des Kaufvertrages kann von Verkäuferseite hier nur im Wege einer Anfechtung wegen Irrtums rückwirkend beseitigt werden. Dann müßte der Verkäufer darlegen, daß ihm bei Abgabe des Angebotes ein Irrtum unterlaufen ist, und er nicht wußte, was er da eigentlich erklärt hat.

Eine solche Anfechtung vermag ich nicht zu erkennen: Der Verkäufer - oder sein Mitarbeiter - haben die PCs ausweislich des Angebotes bewußt nur mit € 699,00 angeboten. Dieses Angebot wurde sogar noch mit "Der Hammer" beworben und darauf hingewiesen, daß der Preis sonst € 1519,00 beträgt. Dem Verkäufer war also bewußt, daß er die PCs stark verbilligt anbot. Das war ja sogar beabsichtigt.

Etwaige Übermittlungsfehler zwischen Verkäufer und Mitarbeiter hat der Verkäufer zu vertreten. Der Mitarbeiter, der in Vertretung des Verkäufers das Angebot eingestellt hat, wußte, was er erklärte, und irrte nicht. Diese Erklärung wirkt nun gegen den Verkäufer.

Sie haben also einen fälligen Anspruch auf Lieferung der zwei PCs zu dem Kaufpreis von je € 699,00.

Weigert sich der Verkäufer weiterhin, können Sie Ihren Anspruch klageweise durchsetzen. Der Verkäufer sollte aber zunächst anwaltlich aufgefordert werden, seine Vertragspflichten zu erfüllen. Gerne dürfen Sie sich diesbezüglich mit mir in Verbindung setzen.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Schwerinstr. 37-39, 50733 Köln
Tel.: 0221-7787630 / Fax: 0221-7787629
www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de
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