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Ebay Negativbewertung erhalten


| 14.12.2014 13:19 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Hallo,
ich handel gewerblich auf der Plattform Ebay. Die unter der angegebenen Auktionsnummer zu findene Dienstleistung habe ich zweifach an einen Kunden verkauft. Während der angegebenen Bearbeitungszeit kam der Kunde mehrfach mit diversen "Beschwerden" auf mich zu so das ich schlussendlich beide Aufträge durch Rückzahlung der geleisteten Zahlungen und Fallöffnung bei Ebay, vorzeitig abbrechen wollte.
Diesem Abbruch hat der Kunde nicht zugestimmt und hat vielmehr auf Erfüllung des Vertrags bestanden. Nachfolgend dann aber mit dem Satz "dann will ich umgehend das gesamte Geld zurück" sein Geld zurückgefordert und "Post vom Anwalt" angekündigt. Das durch den Kunden keine Zustimmung zum Abbruch auf der Plattform Ebay erfolgte begründete dieser mit der Aussage "ich lass doch nicht zu, dass du die Provision zurückbekommst, schließlich willst du einfach den Vertrag kündigen, nicht ich".
Nach einigem hin und her haben wir uns darauf geeinigt die Aufträge im vollen Umfang weiter zu führen. Zu diesem Zeitpunkt war das Geld des Käufers bereits zurück erstattet und die Bitte auf Abbruch der Transaktion auf Ebay abgelehnt worden. Der Käufer hatte also nicht die Möglichkeit erneut über die Kaufabwicklung bei Ebay mit Paypal zu zahlen um so durch den Käuferschutz abgesichert zu sein.
Ich habe daraufhin den Vorschlag gemacht, dass der Käufer den Artikel doch einfach erneut (2x) kaufen kann, denn dann könnte er zahlen wie bisher und alles wäre abgesichert. Die beiden ersten Aufträge lassen wir einfach offen, die anfallenden Gebühren wollte ich tragen. Dies hat der Käufer dann auch getan.
Wir haben nun also vier Transaktionen. Der Betrag für die erste und die zweite sind zurück gezahlt und es besteht nicht die Möglichkeit diese abzubrechen oder durch den Ebay-Käuferschutz abgedeckt zu bezahlen (die Zahlung via Ebay war für den Kunden Vorsaussetzung für eine erneute Zahlung). Die Aufträge 3 und 4 wurden daraufhin bezahlt.
Die Dienstleistung wurde dann innerhalb der angegebenen Bearbeitungszeit abgeschlossen. Hierbei ist zu erwähnen, dass Auftrag 1 bereits zum Großteil fertiggestellt war und wir diesen dann bis zu Abschluss weiter bearbeitet haben. Auftrag 2 wurde erst danach begonnen.
Nun habe ich allerdings feststellen müssen, dass Auftrag 1 und 2 negativ bewertet wurden. Die Begründung der Negativbewertung ist, dass der Kauf vom Verkäufer ohne die Zustimmung des Käufers rückgängig gemacht wurde.
Ich bin allerdings der Meinung das dies so nicht zutrifft, da wir doch Auftrag 3 und Auftrag 4 ersatzweise geschlossen haben.
Schriftlich kommuniziert haben wir hierbei über den Messenger Skype (Chatlogs vorhanden).
Was ich nun gerne wissen würde ist, ob hier die Möglichkeit besteht die Löschung der Bewertungen durchzusetzen. Wie gehe ich da am besten vor? Ich würde bei Erfolg gerne alle Anwaltskosten durch den Käufer erstattet bekommen. Wie schaut es in so einem Fall mit Schadensersatzansprüchen aus?

Fall Nr. 2:

Der selbe Käufer, die selbe Transaktion

Die Dienstleistung wurde abgeschlossen, der Kunde bestätigt dies, ist nun aber der Meinung er hätte ein Recht darauf das ihm die Boni gutgeschrieben werden (eine Erklärung hierzu finden Sie im Auktionstext). Der im Angebot beschriebene Link ist von uns als Hinweis zu verstehen. Da dies nicht im vollem Umfang passiert ist hat der Kunde hat nun also bei Ebay einen Fall mit dem Grund "Artikel weicht erheblich von der Beschreibung ab" geöffnet.
Ich weise im Angebotstext ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um eine Dienstleistung und nicht um den Kauf immaterieller Güter geht.

Der Kunde fordert nun einen "Ersatzartikel". Da ich Ärger vermeiden wollte habe ich mich bereit erklärt kostenlos weitere Anwerbungen vorzunehmen. Der Käufer stellte sich aber quer und hat alles dafür getan damit ich das nicht tun kann.
Ein Beweis für die fehlenden Boni gibt es im übrigen bis heute nicht.
Irritiert haben mich zudem die Aussagen "ebay wird den fall aus kulanz eh für beide seiten entscheiden" und "machen Sie was Sie wollen, ich leite den Fall in 10 Tagen weiter, beide bekommen das Geld und gut ist". Ich werde hier das Gefühl nicht los, dass es von Anfang an nur darum ging kostenlos unsere Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
Was mich in diesem Fall interessiert ob ich irgendetwas gegen die eventuelle Rückerstattung des Kaufpreises tun kann.

Für Fall 1 und 2 sende ich Ihnen bei Bedarf auch die Chatverläufe und Ebaynachrichtenverläufe per Email zu.

Fall 3:
Ein Verkäufer hat die von mir genutzte Widerrufsbelehrung kopiert. Diese wurde vom Händlerbund erstellt. Nun hat der Verkäufer allerdings versäumt meine Daten durch seine zu ersetzen, so das mein Name, meine Anschrift und Telefonnummer in seiner Widerrufsbelehrung stehen.
Das möchte ich so eigentlich nicht. Was kann ich in diesem Fall unternehmen?

Vielen Dank schonmal für die Beantwortung meiner Fragen. Ich weise darauf hin, dass ich den antwortenden Anwalt bei realistischen Erfolgsaussichten, nach Absprache, gerne mit der Durchsetzung meiner Ansprüche beauftragen möchte.

Mit freundlichen Grüßen





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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Fall Nr.1:

Ein Löschungsanspruch besteht, wenn es sich bei der negativen Bewertung um eine unwahre Tatsachenbehauptung handelt. Dies ist hier zweifelhaft. Denn es entspricht ja der Wahrheit, dass Sie gegen den Willen des Kunden die Rückabwicklung in die Wege geleitet haben. Man könnte sich hier bestenfalls darauf berufen, dass eine solche Bewertung treuwidrig wäre, da der Kunde den Abbruch ja provoziert hat und zudem später einer gütlichen Einigung zugestimmt hat. Ob hiervon im Streitfalle aber der Richter überzeugt werden kann, ist schwer prognostizierbar - es bestünde daher durchaus ein nicht geringes Prozessrisiko.
Fordern Sie den Kunden zunächst unter Fristsetzung auf, die Bewertungen zu löschen bzw. zu korrigieren. Tut er dies nicht, müsste dann überlegt werden, ob das Risiko einer gerichtlichen Durchsetzung eingegangen werden sollte - im Erfolgsfall müsste der Kunde dann die Gerichts- und Anwaltskosten ersetzen. Soweit Sie einen konkreten Verdienstausfall aufgrund der Bewertungen nachweisen können, müsste dann auch dieser Schaden ersetzt werden.

Fall Nr.2

Wenn Sie die versprochene Leistung, nämlich das Anwerben der Anzahl von Freunden mit entsprechendem Level, ausgeführt haben, sehe ich keinen Anspruch auf die Boni. Sie verlinken ja nur auf das Angebot des Spielebetreibers, machen aber m.E. ausreichend deutlich, dass Sie hierfür nicht haften.
Insofern müssen Sie sich hier aus rechtlicher Sicht mit einer Rückabwicklung nicht zufrieden geben. Allerdings sollte aufgrund des geringen Wertes der Auktion überlegt werden, ob sich der Aufwand auch aus praktischer Sicht lohnt. Denn mit eBay als wichtigen Vertragspartner werden Sie es sich wahrscheinlich nicht "Verscherzen" wollen. Und ob ein Amtsrichter das hinter der Auktion stehende Prinzip überhaupt aus technischer Sicht verstehen und entsprechend urteilen wird, ist auch immer schwer einschätzbar.

Fall Nr.3:

Dies ist rechtlich eindeutig: Sie können den Verkäufer auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Handelt es sich um einen Konkurrenten, ist dies problemlos aus unlauterem Wettbewerb möglich (da in der Widerrufsbelehrung nicht der Name des Verkäufers auftaucht). Zudem bestehen hier Unterlassungsansprüche aus Persönlichkeitsrecht bzw. dem Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb. Hier sollte der Verkäufer direkt mit einer anwaltlichen Abmahnung auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, von den Kosten hierfür hat der Verkäufer Sie freizustellen. Diesbezüglich sehe ich auch keine Schwierigkeiten bei der gerichtlichen Durchsetzung, sollte dies notwendig werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2014 | 17:16

Hallo Herr Wilking,
vielen Dank für die Antworten auf meine Fragen.
Zu Fall 1:
Wie sollte so eine Aufforderung aussehen? Ist es legitim dem Käufer rechtliche Schritte "anzudrohen" oder sollte ich mich da eher neutral verhalten?

Zu Fall 2:
Warum würde ich es mir mit Ebay in diesem Fall verscherzen? Würde man nicht direkt auf den Käufer zugehen um den Kaufpreis zurück zu erhalten?

Zu Fall 3:
Es handelt sich hierbei in der Tat um einen Konkurrenten.
Ich würde Sie gerne mit der Durchsetzung meiner Ansprüche aus diesem Fall beauftragen. Wie sieht da die weitere Verfahrensweise aus?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2014 | 19:27

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Bitten Sie den Kunden zunächst höflich, die Bewertungen zu entfernen, da ja eine Einigung erzielt werden konnte. Das Androhen weitere rechtlicher Schritte kann zwar einschüchternd wirken, aber natürlich auch das Gegenteil bewirken, nämlich dass der Kunde auf stur schaltet.
Wenn ein Verkäufer zu viele offene Fälle und Beschwerden parallel laufen hat, wird eBay durchaus aufmerksam. Daher sollten Sie auch nicht auf eBay als Vermittler vertrauen, sondern die Angelegenheit direkt mit dem Kunden klären. Ich würde hier versuchen, die Angelegenheiten in einem Abwasch zu erledigen, um den unleidigen Kunden endlich loszuwerden: Er kriegt sein Geld für alle Auktionen zurück, wenn er die Bewertungen löscht und keine weiteren Ansprüche geltend macht.

Der Konkurrent würde kostenpflichtig abgemahnt werden mit der Aufforderung, die Nutzung Ihres Namens in der Belehrung umgehend einzustellen und seinen korrekten Namen anzugeben und Ihnen gegenüber eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben. Bei einem erneuten Verrstoß können Sie dann aus der Unterlassungserklärung eine Vertragsstrafe fordern. Reagiert der Verkäufer nicht fristgemäß, kann der Anspruch gerichtlich durchgesetzt werden, ggf. sogar noch im Eilverfahren (je nachdem, wann Sie den Verstoß bemerkt haben). Wichtig ist, dass Sie umgehend Screenshots machen (falls noch nicht geschehen), da dies als Beweis benötigt wird.

Rufen Sie mich am Besten kurz in der Kanzlei an, um das Weitere zu besprechen (Kontaktdaten unter www.jan-wilking.de). Ich bin morgen Vormittag bei Gericht, aber ab ca. 15:00 Uhr wieder in der Kanzlei erreichbar.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jan Wilking, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.12.2014 | 22:33


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