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ESt., Anlage V, Zinszahlungen


23.12.2009 08:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch



Sehr geehrte Damen und Herren,

bei mir wurden von einer Bank die Darlehen für 2 Einfamilienhäuser und 3 Eigentumswohnungen, die alle vermietet waren, gekündigt.

Im weiteren Verlauf wurden Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung angeordnet.

Vor dem Zwangsversteigerungstermin in 2007 wurde in einem außergerichtlichen Vergleich mit einer fremden, dritten Person ein Kaufpreis vereinbart, beurkundet und gezahlt. Der Kaufpreis ging vollständig an die Gläubigerbank.

Die Gläubigerbank hatte im Vorfeld alle Darlehen für diese insgesamt 5 Objekte seit 2002 zusammengefaßt unter einer Kontonummer, vorher waren dieses 10 - 12 einzelne Darlehen, weil die Objekte unterschiedlich angeschafft wurden.

In den letzten Jahren vor dem außergerichtlichen Vergleich wurden von mir keine Zinsen an die Gläubigerbank gezahlt.

Die Gläubigerbank hat dann bei der Zahlung aus dem notarillen Kaufbertrag diese Summe dem Darlehenskonto gutgeschrieben und zwar, wie dieses wohl so üblich ist, wurde diese Summe als erstes auf die rückständigen Zinsen angerechnet, die Kreditsumme selbst wurde dabei nicht getilgt, auch nicht teilweise.
Dieses bedeutet weiterhin, dass diese Darlehensverbindlichkeiten weiterhin bestehen und ich dieses nur durch Privatinsolvenz oder ähnliches getilgt bekomme.

Meine Frage nun,

1. diese Summe, die sich aus dem notariellen Kaufvertrag ergibt und den Darlehenskosten gut geschrieben wurde und durch die Buchung der Bank als Zahlung von Zinsen berücksichtigt wurde, kann ich diese im Zuge der Einkommensteuer 2007 bei der Anlage V in Abzug bringen?
Die Zahlung wurde in einer Summe und in einem Jahr geleistet.

2. Die Zahlungssumme war auch so hoch, dass diese die Mieteinnahmen bei der Anlage V übersteigt und entsprechende negative Einkünfte sich bei der Anlage V ergeben würden. Meine weiteren Einkünfte sind aus nichtselbständiger Arbeit. Auch die Einkünfte würden mit dem Verlust aus Anlage V bei weitem ausgeglichen, so dass sich insgesamt ein negatives Einkommen in dem Jahr ergibt.
Kann dieser Verlust dann, wenn Punkt 1) möglich ist, auf das vorangegangene Jahr entsprechend als Verlustrücktrag oder -vortrag berücksichtigt werden?

Für eine Antwort wäre ich dankbar.


Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Fragen anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind alle im Zusammenhang damit stehenden Ausgaben und Kosten. Dies sind vor allem Zinsen die für die Finanzierung dieser Objekte aufgebracht werden. Da das Zu- und Abflussprinzip des § 11 AO gilt, können diejenigen Zinszahlungen als Werbungskosten angegeben werden, die tatsächlich erbracht worden sind. Sofern also die Zahlung an die Bank Zinsen getilgt hat, sind diese als Werbungskosten abzugsfähig, Sie sollten sich dabei von der Bank eine Bestätigung einholen, wie hoch die Zinszahlung im betreffenden Veranlagungszeitraum waren und diese Ihrer Steuererklärung beilegen.


2. Negative Einkünfte aus einer Einkunftsart(=Verluste) werden zunächst im Jahr Ihrer Entstehung mit den anderen Einkünften verrechnet. Verbleibt ein negativer Betrag wird dieser von Amts wegen mit den positiven Einkünften des Vorjahres verrechnet. Sollte auch dann noch ein Verlust übrig bleiben haben Sie die Möglichkeit diesen auf die folgenden Jahre vorzutragen, hierbei sollten Sie die gesonderte Feststellung der vortragsfähigen Verluste bei Ihrem Finanzamt beantragen.

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