Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.191
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Duldung oder ein Visum für einen längeren Aufenthalt in der BRD?


| 25.11.2008 22:08 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maximilian A. Müller



Guten Abend,

bin kroatische Staatsbürgerin mit einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis und bin berufstätig. Befinde mich momentan in der Scheidung und warte auf einen Scheidungstermin, der die nächste Zeit auf mich zukommt. Alles ist in dem Sinne erledigt, doch ich weiß nicht den genauen Zeitpunkt, ob es sich um paar Wochen oder drei Monate handelt.
Führe seit 2 Jahren eine Fernbeziehung mit einem ebenfalls kroatischen Staatsbürger, jedoch in Kroatien lebend (ledig). Er besitzt momentan kaum deutsche Sprachkenntnisse.
Doch seitdem wir beschlossen haben zu heiraten, nachdem meine Scheidung durch ist, ist er fleißig am Erlernen der deutschen Sprache. Haben beschlossen in Deutschland zu leben, da mein Arbeitsplatz hier abgesichert ist.
Mitte Januar kommt er mich besuchen und in der Zeit ( 3 Monaten) seines Aufenthaltsrechtes in der EU, wollten wir in Deutschland heiraten, sobald ich geschieden bin.

Meine Fragen:

1) Falls in den 3 Monaten meine Scheidung noch nicht durch ist, können wir aufgrund dessen eine Duldung am bayerischen Ausländeramt für ihn beantragen, daß er seinen Aufenthalt hier verlängert?

2) Oder soll er schon im Heimatland ein längeres Einreisevisum beantragen?

3) Falls ja ( zu Frage 2), was soll oder kann er als Grund nennen, damit es auch genehmigt wird und daß er keine lange Wartezeit in Anspruch nimmt?

4) Nachdem wir in Deutschland geheiratet haben, kann er seine Integrationsprüfung auch hier ablegen?

Uns ist es wichtig, daß wir am schnellsten Wege zusammen kommen und daß er nicht wieder ausreisen muß für 3 Monate!!!

Bedanke mich ganz herzlich im Voraus
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderungen wie folgt beantworten kann:

1.
Grundsätzlich bedarf die Einreise und der Aufenthalt in Deutschland für Ausländer einer Erlaubnis. Ihrem Lebensgefährten kann die Einreise und der Aufenthalt zum Zwecke des Ehegattennachzuges nach § 30 AufenthG erlaubt werden.

Voraussetzung hierfür ist aber grundsätzlich, dass Sie tatsächlich mit Ihrem Lebensgefährten verheiratet sind. Auch muss Ihr Freund in der Lage sein, sich zumindest in einfacher Art und Weise in Deutsch zu verständigen.

Wenn Ihr Freund im Januar für 3 Monate nach Deutschland kommt, wird er daher nur nach Ablauf der 3 Monate in Deutschland bleiben können, wenn er diese Voraussetzungen bereits erfüllt. Sollten Sie nach wie vor mit Ihrem jetzigen Mann verheiratet sein und die Scheidung noch nicht abgeschlossen sein, so gehe ich davon aus, dass Ihrem Lebensgefährten keine Aufenthaltserlaubnis nach § 30 AufenthG erteilt werden kann. Gleiches gilt, wenn Ihr Lebensgefährte bis zu dem vorgesehenen Ausreisetermin die erforderlichen Sprachkenntnisse noch nicht erworben hat.

Gründe, die eine Duldung rechtfertigen können, liegen meines Erachtens ebenfalls nicht vor.

Grundsätzlich gehe ich daher davon aus, dass Ihr Lebensgefährte wieder zurückreisen müsste, wenn die Sprachkenntnisse nicht rechtzeitig erworben werden können und die Hochzeit noch nicht stattgefunden hat bzw. nicht unmittelbar bevorsteht.

Sobald die Vorausetzungen vorliegen würden, könnte jedoch ein Antrag zur Erlangung der Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug gestellt werden. Eine Wartezeit von 3 Monaten vor der erneuten Einreise wäre daher nicht notwendig.


2.3.
Vor diesem Hintergrund wäre es anzuraten, möglichst vor der Einreise bereits einen längerfristigen Aufenthaltstitel zu beantragen. Denkbar wäre z.B. ein Aufenthaltstitel zur Durchführung eines Sprachkurses. Ihr Lebensgefährte könnte sodann bis zur Beendigung des Sprachkurses in Deutschland bleiben. Hierfür müsste ein entsprechende Bestätigung der Schule vorgelegt werden.

Weitere Informationen hierzu können SIe bei auf der Internetseite der Deutschen Botschaft (http://www.pristina.diplo.de/) abrufen.

4.
Die Inetegrationsprüfung kann in Deutschland abgelegt werden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und stehe gerne persönlich wie auch im Rahmen der Nachfragefunktion weiter zur Verfügung.
Bewertung des Fragestellers 29.11.2008 | 23:28


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle und ausführliche Antwort!!!"