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Direkte Zahlung des Entfernungspauschalbetrags durch den Arbeitgeber möglich?


24.11.2008 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

derzeitig existiert folgender Sachverhalt:

Meine Frau wohnt in der Schweiz und ich in Deutschland.
Sie hat ihren Wohnsitz in der Schweiz angemeldet und ich in Deutschland.
Die Entfernung der beiden Wohnorte liegt ca. 350 km auseinander.
Jedes Wochenende fahre ich diese Strecke zu meiner Frau und wieder zurück.

Derzeitig befinde ich mich in der Gehaltsverhandlung mit meinem Arbeitgeber und nun stellt sich folgende Frage:

1.) Kann mir mein Arbeitgeber eine Entfernungspauschalbetrag jeden Monat zzgl. zum regulären Gehalt zukommen lassen?
2.) Wenn dies möglich ist, wie muss dieser Betrag meinerseits und auch seitens des Arbeitgebers versteuert werden?
3.) Welche Strecken können zu welcher Kilometerpauschale derzeitig angerechnet werden?
4.) Müssen Nachweise der zurückgelegten Strecke für das Finanzamt aufgeführt werden? Wenn dies der Fall sein sollte, in welcher Form?

Allgemeine Information hierzu:
Diese Frage kam durch einen Hinweis in einem Buch für Gehaltsverhandlungen auf. In diesem Buch wurde dieser Punkt angesprochen, da diese Fahrtkosten angeblich nur geringfügig versteuert werden müssten.

Vielen Dank im Voraus!
Sehr geehrter Ratsuchender,
nach Ihren Angaben handelt es sich um ein Problem der doppelten Haushaltsführung.
Dies ist in der Lohnsteuerrichtlinie 9.43. geregelt, hier veweise ich Sie aufgrund Ihres Einsatzes auf die Lektüre der Richtlinie, sie ist sehr gut verständlich.
Alle Ihre `Mehraufwendungen` können durch Ihren Arbeitgeber steuerfrei erstatten werden.
Das sind (vereinfacht):
- wöchentliche Heimreisen (= hier können entweder die tatsächllichen Aufwendungen nach der Formel 0,30 € x km oder es kann die Entfernungspauschale angesetzt werden),
- Aufwendungen für wöchentliche Telefongespräche,
- Aufwendungen für die Zweitwohnung (begrenzt), evtl.
- Umzugskosten.
- Zudem die erste (und lezte Fahrt) zur Arbeit
All diese Aufwendungen können Ihnen durch IHren Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden (in Höhe der gesetzlich möglichen Mehraufwendungen = Ihren Werbungskosten).
Wenn Sie nachgewiesen haben, dass Sie einen eigenen Haushalt (in Abgrenzung zu Ihrem Haushalt mit Ihrer Frau, hier sehe ich das größte Problem), brauchen Sie keine Nachweise mehr führen.
Hier fehlen zur Beurteilung die Infos, ob Sie jemals zusammen in der Schweiz mit Ihrer Frau zusammen wohnten und dort `Ihren Lebensmittelpunkt` hatten.
Falls es nicht der Fall war, so können Sie keine Mehraufwendungen geltend machen und müssen das, was Sie von IHrem Arbeitgeber bekommen, versteuern (nach Ihrem Steuersatz).
Was die Besteuerung bei Ihrem Arbeitgeber betrifft, so sind es auf jeden Fall seine Betriebsausgaben, genauer kann ich hier keine Beurteilung treffen, ohne die genaue Situation zu kennen.
Mit freundlichen Grüßen
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