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Differenzen Urlaubsregelung heiligabend/silvester


06.11.2012 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

unser Betrieb ist am 24.12.+31.12. prinzipiell geschlossen. Der Arbeitgeber regelt das so, dass sich der Arbeitnehmer mit 0,5 Tagen an diesen Tagen beteiligt und der Arbeitgeber die restlichen 0,5 Tage dazu gibt. Diese werden automatisch abgezogen. Nun wurde uns heute folgendes mitgeteilt:

Der 24.+31.12. werden wie gehabt automatisch als je 0,5 Tage AN-Urlaub verbucht, spricht also 1 Tag Urlaub für beide Tage. Die gleiche Regelung gilt auch, wen jemand den 27+28.12.12 eingereicht hat. Hat man jedoch über diesen Zeitraum Urlaub eingereicht (in meinem Fall vom 24.12.13 bis 04.01.13) zieht uns der Arbeitgeber für Heiligabend und Silvester je einen ganzen Tag ab. Ist das rechtens?

Der genaue Wortlaut lautet hier:

Berücksichtigt bitte, dass im Dezember ein Urlaubstag für Heiligabend und Silvester (jeweils ein halber) abgezogen wird.
Solltet Ihr einen Urlaubsantrag über diese Tage hinaus einreichen (z. B. vom 21.12. bis 02.01.) sind Heiligabend und Silvester als volle Urlaubstage zu berücksichtigen.

Als nach einer Begründung gefragt wurde, kam nur die Antwort „ist halt so". Aber kann der Arbeitgeber das so handhaben und wenn ja, auf Grund welcher Tatsache? Es ist bisher auch noch nie so gewesen. Unter den Arbeitnehmern sind wir uns einig, dass das so keinen Sinn macht. Nur weil man in der Folgewoche noch Urlaub hat, dass man aus der allgemeinen Urlaubsregelung ausgeschlossen wird. Ich bitte um Rat.

06.11.2012 | 13:01

Antwort

von


91 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Gesetzlich abgesichert ist diese Vorgehensweise nicht.

Der Arbeitgeber darf die Gewährung der halben Urlaubstage nicht unter eine Bedingung stellen.

Grundsätzlich müssten der 24. und 31.12. als volle Urlaubstage gelten, da es keine Feiertage sind.

Viele Arbeitgeber praktizieren es aber so, dass nur halbe Urlaubstage zu nehmen sind.

Ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht aber nicht.

Wenn Ihr Arbeitgeber diese Regelung aber schon über mehrere Jahre ununterbrochen gelebt hat, kann man auch eine betriebliche Übung annehmen.

Dann ist er nicht berechtigt, diese Regelung eigenmächtig zu ändern.

Wer also in der Folgewoche Urlaub einreicht, muss für den 24. und den 31.12. auch nur einen halben Tag nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike J. Schwerin, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Ulrike J. Schwerin

ANTWORT VON

Dornburg-Camburg

91 Bewertungen
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