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Dienstleistungsvertrag für eine Hochzeitsfeier


14.11.2014 22:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Pilarski


Zusammenfassung: Es geht um Vergütungsansprüche aus einer Hochzeitsfeier.


Wir haben am 25.10. geheiratet. am 27.10. haben wir per e-mail die Rechnung von dem Gastronom erhalten wo wir gefeiert haben. Wir konnten bis jetzt noch nicht die Rechnung begleichen weil uns was dawischen gekommen ist. Am 11.11. erhalte ich um 12:19 Uhr eine E-Mail das ich mich im Verzug befinde und ihm bitte meine Adresse nennen soll. Ich habe diesen Tag mein E-Mailkonto nicht mehr kontrolliert. Am 12.11. morgens um 9 Uhr hat der Gastronom bei mir auf der Arbeit angerufen um dort nach meiner Adresse zufragen und meinen Kollegen zuerzählen das wir bei ihm noch Schulden haben. am 12.11. um 12:59 Uhr bekam ich eine e-mail in der er mir mitteilte das es bei meinem Arbeitgeber angerufen hat und wenn ich mich nicht melde er meinen Freundeskreis kontaktieren würde. Ich habe es erst geschaft am 12.11. 16:15 Uhr ihm meinee Daten zuschicken. Nun habe ich heute mit ihm gesprochen worauf er mit bis Montag mittag zeit gegeben hat eine zielgerichtete Lösung zupressentieren am besten noch von einem Anwalt oder Schuldnerberater. Ich habe ihm angeboten einen Ratenzahlungsvertrag zuschliessen und ihm gleich 300€ anzuzahlen, dies wies er ab. Nun droht er mir damit mich wegen versuchtem Betrugs anzuzeigen. Aber das viel größere Problem ist das ich zur Zeit in der Restschuldbefreiung bin. Was kann ich jetzt tun um aus dem Theater wieder raus zukommen??? Die 2000€ habe ich nicht liegen und leihen kann ich sie mir auch nicht, auch war nie die Absicht die Rechnung nicht zubezahlen.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in den Vertrag nicht möglich ist.

Sie haben einen Vertrag mit dem Gastronomen geschlossen. Hieraus sind Sie verpflichtet, die entsprechende Vergütung für die Leistung des Gastronomen zu bezahlen. Ich gehe davon aus, dass er die Leistung ordnungsgemäß erbracht hat und deshalb Ihrerseits kein Zurückbehaltungsrecht hinsichtlich der Zahlung besteht.

Wenn der Gastronom die Dienstleistung erbracht hat, dann ist die Vergütung fällig geworden. Das bedeutet, Sie müssen die gesamte Vergütung zahlen.

Insoweit ist der Gastronom auch nicht verpflichtet, mit Ihnen eine Ratenzahlungsvereinbarung zu schließen. Die Art und Weise der Zahlung lag in Ihrem Belieben. Sie haben sich entschieden, mit dem Gastronomen vertraglich zu vereinbaren, die gesamte Vergütung nach Leistung der Dienste zu zahlen. Nunmehr können Sie hinsichtlich der Ratenzahlung lediglich auf den Willen und das Entgegenkommen des Gastronomen hoffen.

Ich muss Ihnen leider sagen, dass es auch nachvollziehbar ist, dass er Sie wegen versuchten Betrugs anzeigen möchte. Es könnte auch durchaus sein, dass die Staatsanwaltschaft gegen Sie ermittelt. Denn wenn Sie selbst sagen, Sie haben den Betrag in Höhe von 2.000,00 Euro „nicht einfach liegen", dann geben Sie zu, dass Sie den Dienstleistungsvertrag und die Zahlungsverpflichtung eingegangen sind und Ihnen bewusst war, dass Sie nicht zahlen können. Die beste Lösung wäre, sich das Geld in Form eines Darlehens zu verschaffen. Ich muss Ihnen nämlich leider sagen, dass auf Sie sonst erhebliche Probleme zukommen können.

Es tut mir leid, dass ich keine positivere Antwort für Sie habe. Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidung hinsichtlich des weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, falls Unklarheiten bestehen, damit ich diese ausräumen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2014 | 00:10

Wir haben keinen schriftlichen Vertrag mit dem Gastronom geschlossen. Darf er den hingehen und meinen Arbeitgeber kontaktieren sowie mir damit drohen meinen Freundeskreis zukontaktieren???

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.11.2014 | 00:32

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Dass kein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde, schadet dem Anspruch des Gastronomen grundsätzlich nicht, da Verträge auch mündlich wirksam sind. Die Frage wäre allenfalls, ob der Gastronom seinen Anspruch auf Zahlung vor Gericht beweisen kann, ohne einen schriftlichen Vertrag zu haben. Allerdings wird schwer für Sie sein, zu bestreiten, dass Sie den Vertrag nicht geschlossen haben und die Leistungen nicht in Anspruch genommen haben, wenn eine Vielzahl von Personen, insbesondere die Gäste und Mitarbeiter des Gastronomen, bezeugen können, dass Sie dort eine Feier veranstaltet haben.

Eine Drohung im rechtliche Sinne stellt eine Mitteilung der Begebenheiten an den Freundeskreis und Arbeitgeber nicht dar. Hier gibt es keine rechtliche Handhabe, solange keine Beleidigungen, üble Nachrede oder Verleumdung stattfinden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem weiterhelfen.

Ich kann Ihnen gerne anbieten, Sie rechtlich zu vertreten, wenn Sie mich direkt beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Pilarski
(Rechtsanwalt)

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