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Deutscher Inkasso Dienst - Gerichtliches Verfahren wird angestrebt


| 13.12.2004 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
lange Geschichte, kurz beschrieben: Firmeninsolvenz, EV, Überschuldung auch Privat. Kopf-in-den-Sand, Post nicht geöffnet, viele Fehler - ohne Frage.
Hier meine Problem:
Die Barclay Bank hat ihre Forderung an mich an den Deutschen Inkasso Dienst abgetreten.
Dieser hat mich mehrfach angeschrieben und wann immer ich mich aufraffen konnte, mich zu melden habe ich das auch getan. Man forderte mich auf, ein Schuldanerkenntnis Notariell beglaubigen zu lassen. Nur - ich hatte das Geld nicht. Und das Angebot, für mich diese Notarkosten zu übernehmen habe ich schlichtweg überlesen.
Nun kündigt mir der Deutsche Inkasso Dienst an, ich hätte genügend Zeit gehabt und jetzt werde diese Forderung per gerichtliches Verfahren zur Absicherung durchgeführt.

Gibt es für mich irgendeine Chance, dass ganze doch noch abzuwenden?
Evt. durch einen sofortigen Gang zu einem Notar?
Was passiert, wenn ich einen Notar finde, der mir diese Anerkennung beglaubigt? Kann ich dann davon ausgehen, dass das Gericht diese Beglaubigung anerkennt?

Es steht außer Frage, dass ich diesen Betrag der Bank bzw. dem Inkasso Dienst schulde.
Allerdings finde ich die Mehrkosten, die erhoben werden enorm hoch. Alleine meine bekannte Adresse ausfindig zu machen schlägt mit über 800 Euro zu buche.

Für eine schnelle Antwort bedanke ich mich.

Sehr geehrter Fragender,

zunächst einmal stellt sich mir die Frage, ob für Sie nicht ein privates Insolvenzverfahren zweckmäßig wäre. Dieses dauert zwar 6 Jahre und lässt Ihnen in der Zwischenzeit nicht mehr als die Pfändungsfreigrenze.

Aber die bleibt Ihnen derzeit ohnehin nur. Und nach 6 Jahren könnten Sie in den Genuß der Restschuldbefreiung kommen und von vorn anfangen. Näheres hierzu sagt Ihnen die örtliche Schuldnerberatung.

Wenn Sie dies nicht wollen, dann könnte ein sofortiges Schuldanerkenntnis vermutlich noch zu einem Stillhalten führen.

In welcher Höhe Sie dieses jedoch abgeben sollten, kann ohne Prüfung der Unterlagen selbstverständlich nicht beurteilt werden. Wenn sich ihre Anschrift nicht verändert hat, dann erscheint eine Gebühr für die Adressenermittlung von EUR 800 in der Tat als viel zu hoch. Ggf. könnten Sie das Problem dadurch umgehen, dass Sie "nur" die Hauptforderung anerkennen und die gesamten durch den Inkassodienst verursachten kosten zunächsten außen vor lassen.

Falls diese dann gerichtlich geltend gemacht werden, ist zumindest der Streitwert niedriger und die damit verbundenen Kosten geringer.

Aber ich kann Ihnen nur dringend raten, die Schuldnerberatung oder einen Anwalt hinsichtlich eines privaten Insolvenzverfahrens aufzusuchen. Das würde Ihnen wohl weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2004 | 16:29

Sehr geehrter Herr Breuning,
sehr geehrte Damen und Herren,

vielen, vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort und Hilfe.
Ich wusste gar nicht, dass man auch einen Anwalt hinsichtlich einer privaten Insolvenz aufsuchen kann.
Leider sind die Schuldenberatugen auf Monate hin ausgebucht, was mir in meiner momentanen Verfassung nicht besonders weiter hilft. (Mal funktioniere ich ganz gut - meistens aber funktioniere ich gar nicht.)
Angenommen ich mache beides, private Insolvenz und Schuldanerkenntnis für den Deutschen Inkasso Dienst. Fällt dann die Summe der abgetretenen Forderung auch unter dieses privat Insolvenz Recht? Oder bleibt diese Summe dann bestehen?
Es grüßt Sie eine sehr dankbare Fragestellerin


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2004 | 19:13

Sehr geehrte Anfragende,

wenn Sie die wohlverhaltens Phase erfolgreich abgeschlossen haben, dann bekommen Sie die Restschuldbefreiung für alle alten Verbindlichkeiten. Das würde auch das jetzt abzugebende Schuldanerkenntnis umfassen.

Bitte beachten Sie noch eine Hamburger Besonderheit. In Hamburg gibt es die Öffentliche Rechtsberatung (ÖRA). Aus diesem Grund wird in Hamburg keine Beratungshilfe an Anwälte gezahlt. Sie müssten daher die Kosten für die außergerichtliche Tätigkeit des Anwaltes selbst aufbringen oder bei der Schuldnerberatung warten.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

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